17.12.19

Warmbandpreis klettert wegen Output-Kürzungen nach oben

Die Stahlpreise machen kurz vor Weihnachten einen Satz nach oben. Warmband aus nordwesteuropäischen Hochöfen verteuert sich auf 436 Euro je Tonne ab Werk, meldet "Argus". Die Sache hat allerdings einen Haken.

Mitte November 2019 lag der durchschnittliche Warmbandpreis, zu dem bestätigte Transaktionen zwischen Käufern und Verkäufen stattfanden, bei 412 Euro je Tonne. Seitdem erhöhte sich der Stahlpreis um 24 Euro (5,8%).

Euphorie unter den Stahlproduzenten sucht man allerdings vergeblich. Die höheren Verkaufspreise basieren in erster Linie auf einer Verringerung des Stahlausstoßes. Hochöfen wurden abgeschaltet bzw. produzieren auf unterster Stufe.

"Eine Reihe europäischer Werke, darunter ArcelorMittal und Salzgitter in Deutschland, SSAB in Schweden und Arvedi in Italien, haben angekündigt die den Ausstoß zu stoppen, um Angebot und Nachfrage auszugleichen", berichtet "Fastmarkets".

"Industriesektor belastet Wirtschaftswachstum in Deutschland auch im Dezember", kommentieren das Analysehaus IHS Markit und der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) den neuen Einkaufsmanager-Index (PMI).

In dem für die Stahlindustrie wichtigen Verarbeitenden Gewerbe wurde die Produktion abermalig zurückgefahren. Der PMI für die deutsche Industrie fristet bei 43,4 Punkten ein Schattendasein. Zum Vergleich: Wachstum wird ab Werten von über 50 Punkten angezeigt.