Stahlmarkt und Warmbandpreise pro Tonne Anfang 2026

Stahlkäufer haben ihre kurzfrisigen Bedarfe mit Vorratskäufen abgesichert. Sie deckten sich vor Weohnachten vor allem mit Warmbandlieferungn für Januar 2026 ein. Einige Käufer hätten sogar ihre Bedarfe teilweise für Februar reserviert, berichtet Fastmarkets, das den nordeuropäischen Spotpreis bei 628 Euro je Tonne sieht.

Etwas darunter, 625 Euro, meldet Steel Benchmarker für Warmband aus deutscher und französischer Produktion. Das war ein Plus von 13 Euro bei der im 2-Wochen-Rhythmus ermittelten Stahlpreisentwicklung.

Linienchart Warmbandstahl Preisentwicklung zeigt 2026 nach oben

ArcelorMittal hatte eine Woche vor Weihnachten seinen Warmband-Verkaufspreis für März-Lieferungen um 20 Euro auf 670 Euro erhöht. Durchsetzen kann der Branchenprimus diesen Preis aber bislang offenbar nicht.

Stahlwerke quotieren ihre Kunden für Februar/März-Lieferungen im Schnitt mit 650 Euro. Nach Verkaufsverhandlungen bekommen sie dann 620-630 Euro.

In Deutschland haben die großen Stahlhersteller wie Thyssenkrupp ihre Produktion von warmgewalzten Erzeugnissen zuletzt weitgehend konstant gehalten. Im November 2025 erzeugten sie gemäß Wirtschaftsvereinigung Stahl 2,5 Millionen Tonnen. Ein leichtes Plus von 0,4% gegenüber November 2024.

Die konstante Angebotsmenge hat dazu beigetragen, dass sich der Warmbandpreis in Nordeuropa seit November 2025 um 33 Euro auf 628 Euro erhöht hat. In Italien stieg der Spotpreis im gleichen Zeitraum von 593 auf 623 Euro.

Deutlich schneller nach oben entwickelte sich die Preisentwicklung in dem weitgehend von Stahlimporten abgeschotteten US-Stahlmarkt. Dort verteuerte sich Warmband in den letzten zwei Monaten des vergangenen Jahres um 9% von 898 US-Dollar auf 976 Dollar je Tonne (1.000 kg).