10.03.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 10. März 2017

Prognose: Stahlpreise sinken ab Juli
Die Unternehmen der stahlverarbeitenden Industrie müssen sich noch etwas gedulden. Die Stahlpreise werden ab Mitte 2017 sinken, prognostiziert die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Hintergrund: China konsumiere vorerst weiterhin sein hohes Stahlangebot selbst, beispielsweise durch Investitionen in die Infrastruktur, und halte damit die globalen Stahlpreise hoch. Die Chinesen müssten so verfahren, weil sie wegen Strafzöllen weniger ihrer Stahlprodukte ins Ausland verkaufen könnten.

Stahlverarbeiter: "Zu hohe Stahlpreise"
Von einem Stahlpreis-Schock für seine Mitgliedsunternehmen spricht der Industrieverband Blechumformung (IBU). Zuvor warnte bereits der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) vor der sich rasch nach oben bewegenden Stahlpreisentwicklung. Die Kostenexplosion verursache bei einem beispielhaften Jahresbedarf von 7000 Tonnen Stahl Mehrkosten von rund 1,5 Millionen Euro pro Unternehmen, rechnet der IBU vor. Blechumformende Unternehmen müssten daher jetzt reagieren und den Kostenschub mit ihren Endkunden verhandeln.

Exporte klettern zweistellig
Der deutschen Außenwirtschaft gelingt ein ausgezeichneter Jahresauftakt. So stiegen die Exporte im Januar um 11,8% gegenüber dem Vorjahresmonat, teilt das Statistische Bundesamt mit. "Zu den schon länger gut laufenden Exporten in die EU-Länder kommt jetzt eine steigende Nachfrage aus China, Indien, Russland und allmählich auch aus Brasilien", zitiert die Deutsche Presse-Agentur Volker Treier vom DIHK. "Nach dem Rumdümpeln im Vorjahr kommt der deutsche Export 2017 aus den Puschen", so Treier.