25.06.13

Stahlpreis pro Tonne mit steilem Anstieg von 120 auf 175 USD

An der Londoner Metallbörse (LME) kommt es zu einem plötzlichen Anstieg der Stahlpreisentwicklung. Der Stahlkontrakt für Steel Billet (Stahlknüppel) kletterte am Kassamarkt von 120 Dollar am Freitag auf 175 Dollar am Montag. Unter Berücksichtigung der relevanten LME Wechselkurse erhöhte sich der Stahlpreis pro Tonne von 90,88 Euro auf 133,62 Euro (+47,03%).


Die Aufbruchstimmung im europäischen Marktsegment für Stahlknüppel greift nicht auf andere Märkte über. Der an der Warenterminbörse in Chicago gehandelte Kontrakt für Hot-Rolled Coil (warm gewalzter Stahl) stagniert momentan bei 600 Dollar (458 Euro). Im Gegensatz zu den LME Steel Billets erholte sich amerikanisches Warmbreitband bereits. Mitte Mai hatte es es noch 578 Dollar (448 Euro) gekostet.

An der Rohstoffbörse in Shanghai gibt der Stahlkontrakt für Betonstahl um 0,8 Prozent auf 3.423 Yuan (424 Euro) nach. Chinesische Händler haben Angst vor dem Einfrieren der Geldmärkte. Am Freitag waren die Zinsen nach oben geschossen, weil sich die chinesische Zentralbank (PBOC) weigerte den Markt mit Geld zu fluten.

Zwei der größten chinesische Geschäftsbanken kamen so sehr in Bedrängnis, dass sie sich gezwungen sahen öffentlich ihre Zahlungsfähigkeit zu versichern. Sollten sich die Banken künftig gegenseitig kaum mehr Geld leihen, wären negative Auswirkungen auf die Realwirtschaft unvermeidlich. Ein wirtschaftlicher Abschwung im Reich der Mitte würde wiederum die Stahlpreise des unteren Preissegmentes dämpfen.