08.08.13

Nicht alle Stahlaktien lassen dampf ab

An der Börse gilt derzeit das Motto: "Stahlhändler Hui, Stahlproduzenten Pfui!" In den Aktienkursen von ThyssenKrupp und Salzgitter spiegeln sich neben der schwachen Stahlkonjunktur auch das Missmanagement und Unvermögen der Führungsetage wider. Dass man trotz schwierigen Umfeldes passable Ergebnisse erreichen kann, zeigt das aktuelle Zahlenwerk des Duisburger Stahlhändlers Klöckner & Co.

Derzeit ist die Salzgitter-Aktie eines der größten Sorgenkinder im Dax. Von einer Gewinnwarnung gebeutelt, sank der Kurs binnern weniger Tage von 28,56 Euro auf 25,56 Euro (-10,50%). Die Anteilsscheine von ThyssenKrupp haben seit dem 25. Juli von 17,44 Euro auf 16,53 Euro (-5,22%) nachgeben. Klöckner & Co. Papiere verteuerten sich in der gleichen Zeit von 9,57 Euro auf 10,38 Euro (+8,46%).

Gewinnzone

Zwar musste auch Klöckner & Co. den Anteilseignern eine Gewinnwarnung überbringen. Der Duisburger Stahlhändler punktet an der Börse jedoch mit einem erfolgreichen Sparprogramm. "Wir glauben, dass der Boden erreicht ist", sagte Vorstandschef Gisbert Rühl am Mittwoch in einer Telefonkonferenz.

Der Klöckner-Chef verwies auf ein leichtes Anziehen der Stahlpreise in Europa und den USA. Man erwarte für 2014 eine Rückkehr in die Gewinnzone. Geschafft werden soll das mit einer stärkeren Fokussierung auf den nordamerikanischen Markt und dem Stahlhandel mit höherwertigen Produkten.