28.10.13

Stahlpreise dürften 2014 laut Voestalpine unter Druck bleiben

Die Stahlpreisentwicklung wird es 2014 schwer haben auf den Anstiegspfad zurückzukehren. Zu dieser Einschätzung kommt der österreichische Stahlkonzern Voestalpine. Konzernlenker Wolfgang Eder macht eine Rolle rückwärts. Vor vier Wochen hatte Eder noch einen Anstieg der Stahlpreise in Aussicht gestellt.

"Solange wir diese Überkapazitäten haben, gehe ich davon aus, dass sie (die Stahlpreise) zumindest in den nächsten zwölf Monaten unter Druck bleiben werden, mit einer leicht steigenden Tendenz", sagte Eder auf der Gewinnmesse in Wien. Voestalpine klingt deutlich pessimistischer in Bezug auf die Stahlkonjunktur als Anfang Oktober.


Unterdessen hat der an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelte Stahlkontrakt für Steel Billet seinen Höhenflug vorerst beendet. In den zurückliegenden zwei Wochen sank der LME-Stahlpreis um 15 Dollar auf 215 Dollar. Zwischen Mitte Juli und Anfang Oktober 2013 hatte sich Steel Billet von 99 Dollar auf 230 Dollar verteuetr.

In den USA läuft die Stahlkonjunktur bessert als in Europa. Die Stahlpreise für Warmbreitband notieren aktuell an der Warenterminbörse in Chicago (CME) bei 651 Dollar pro Tonne. Das Jahreshoch vom 7. Januar bei 655 Dollar könnte demnächst fallen.