16.12.13

Höhere Stahlpreise wegen Auslastung über 80%

Die Stahlpreise börsengehandelter Stahlkontrakte befinden sich seit Monaten in einer Aufwärtsbewegung. Dennoch haben die Stahlkonzerne, vor allem die europäischen, große Schwierigkeiten Preiserhöhungen durchzusetzen. Aktuelle Konjunkturdaten legen nahe, dass sich dies nun ändern dürfte.

In der Stahlbranche gilt die Faustregel, dass Produzenten bei ihren Abnehmern erst höhere Stahlpreise durchsetzen können, sobald eine Kapazitätsauslastung von mindestens 80 Prozent erreicht ist, stellt die Zeitung "Finanz und Wirtschaft" fest. Vor diesem Hintergrund hat die Stahlpreisentwicklung in Deutschland großes Anstiegspotential.

"Die Kapazitätsauslastung lag im Mittel der Monate September bis November bei 86 Prozent, verglichen mit knapp 84 Prozent im bisherigen Jahresverlauf", schreibt die Wirtschaftsvereinigung Stahl in einer aktuellen Pressemitteilung über die deutsche Rohstahlproduktion.

Stahlaktien

Börsianer haben die Aktien von ThyssenKrupp und Salzgitter bereits als Kaufgelegenheit ausgemacht. So ist in der Zeit von Oktober bis April traditionell die Stahlnachfrage am höchsten. Die deutschen Stahlkocher können somit darauf hoffen, neben höheren Stahlpreisen auch mehr Stahl abzusetzen, was bisher in den Aktienkursen nicht eingepreist zu sein scheint.

Die ThyssenKrupp Aktie notiert aktuell mit 17,01 Euro um knapp fünf Prozent niedriger gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Salzgitter-Anteilsscheine kosten 28,83 Euro (-24,88 Prozent gegen Vorjahr). Der Dax kletterte hingegen in der letzten zwölf Monate von 7.654 Punkten auf derzeit 9.156 Zähler (+19,63 Prozent).