07.01.14

Autoindustrie der Schlüssel auf dem Weg zu höheren Stahlpreisen

CME Stahlpreis für Warmbreitband (US-Dollar je Tonne)

Wenn es der Automobilindustrie gut geht, dann steigen in der Regel die Stahlpreise. Dies zeigt die Stahlpreisentwicklung in den USA. Auch weil bei den amerikanischen Autobauern die Geschäfte florieren, kletterte der Stahlpreis an der Warenterminbörse in Chicago (CME) um 16 Prozent.

Der an der CME gehandelte Kontrakt für warm gewalzten Stahl erhöhte sich von 578 Dollar pro Tonne im Mai 2013 auf 670 Dollar im Januar 2014. "Eine starke Dynamik im Automobilsektor war ein Schlüsselfaktor für die Unterstützung der Stahlpreise im Bereich von US-Walzprodukten", schreibt das Webportal MetalMiner.

In Europa hat sich die Automobilkonjunktur zuletzt erholt. Neben den deutschen Herstellern laufen die Geschäfte auch bei den italienischen- und französischen Autobauern wieder besser, deren Abhängigkeit von den europäischen Absatzmärkten besonders groß ist. Allerdings hinkt man den amerikanischen Wettbewerbern nach wie vor hinterher.

Dies könnte sich 2014 ändern. Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaft im Euroraum über das Gesamtjahr auf dem Wachstumspfad zurückkehrt. Noch stärker als in der Eurozone hat die Wirtschaft in Großbritannien mittlerweile Fahrt aufgenommen. An der Londoner Metallbörse (LME) stieg der Rohstahlpreis seit Anfang August 2013 von 135 Dollar auf 285 Dollar pro Tonne (+111,11 Prozent).