31.01.14

Konjunkturdämpfer für Stahlpreisentwicklung

Die Stahlpreise haben zum Monatsende nach schwächeren Konjunkturdaten aus den USA nachgegeben. An der Warenterminbörse in Chicago (CME) notierte der Stahlkontrakt für Warmbreitband zuletzt bei 658 Dollar pro Tonne. Damit befindet sich die Stahlpreisentwicklung um 17 Dollar unter dem Höchststand vom 20. Januar 2014.

Amerikas Wirtschaft wuchs im vierten Quartal 2014 mit 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal etwas weniger als von Ökonomen erwartet, wie das Handelsministerium gestern in Washington mitteilte.

Eine größere Enttäuschung war der schwache Auftragseingang von Investitionsgütern. Analysten hatten mit einer Zunahme um 1,3 Prozent gerechnet. Jedoch gab es einen Rückgang der Auftragseingangsentwicklung von langlebigen Industriegütern um 4,3 Prozent.

Noch ist unklar, ob es sich um einen vorübergehenden Dämpfer handelt, der auf die Kältewelle zurückzuführen ist, von der die USA im Dezember heimgesucht wurde. Es könnte auch ein Anzeichen dafür sein, dass die Konjunktur in der weltgrößten Volkswirtschaft einen Gang herunter schaltet.

An der Londoner Metallbörse (LME) hält sich der Stahlpreis für Steel Billet (Rohstahl) trotz den Problemen in den Schwellenländern stabil. Der Kassamarktkontrakt notiert mit 355 Dollar pro Tonne lediglich vier Dollar unter seinem Januarhoch.