10.01.14

Deutsche Stahlproduzenten überholen chinesische Konkurrenz

Für die deutschen Stahlunternehmen wird das Licht am Ende des Tunnels immer größer.  Besonders die im internationalen Vergleich sehr hohe Kapazitätsauslastung signalisiert ein kräftiges Anspringen der Stahlkonjunktur. Ganz anders sieht es in China aus, wo die Stahlkonzerne nicht mehr profitabel produzieren.

Die Rohstahlproduktion in Deutschland ist im Dezember 2013 um 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl heute mitteilte. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 3,456 Millionen Tonnen Stahl produziert.

"Die Kapazitätsauslastung erreichte 2013 mit 83 Prozent einen im internationalen Vergleich relativ hohen Wert", resümiert der Düsseldorfer Verband. Der Stabilisierungskurs der Stahlindustrie habe sich fortgesetzt. In Deutschland läuft die Stahlkonjunktur dank der Autoindustrie und dem Maschinenbau recht ordentlich.

Vollkommen anders sieht es China aus, das mit großem Abstand weltweit am meisten Stahl produziert. Wegen hohen Überkapazitäten kann die Branche de facto nicht mehr profitabel arbeiten.

"Die Gewinnmarge der Stahlunternehmen liegt bei nunmehr 0,48 Prozent. Der Profit pro Tonne Stahl liegt damit bei nur 28 Yuan (3,34 Euro)", zitiert das Informationsportal china.german.org.cn den Generalsekretär der Chinesischen Eisen- und Stahlgesellschaft, Zhang Changfu.

Wie prekär die Lage in China mittlerweile ist, zeigt die Stahlpreisentwicklung für Betonstahl. Der an der Warenterminbörse in Shanghai gehandelte Kontrakt befindet sich seit fünf Wochen auf einer Talfahrt. Aktuell liegt der Stahlpreis pro Tonne für Betonstahl bei 3.452 Yuan (419 Euro).