15.01.14

Kloeckner profitiert am stärksten von höheren Stahlpreisen

Weil die Stahlpreise steigen, schauen sich Börsianer derzeit verstärkt Aktien aus der Schwerindustrie an. Die Anteilsscheine von ThyssenKrupp und Salzgitter befinden sich in einer Aufwärtsbewegung. Noch stärker fällt das Plus bei dem Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co. aus.

Die Stahlpreise für Rohstahl und Warmbreitband sind an den Warenterminbörsen zuletzt auf neue Hochs geklettert. Die Automobilindustrie dürfte das Zugpferd der konjunkturellen Erholung werden. Nun winkt die Europäische Zentralbank (EZB) mit einer Erhöhung der offiziellen Wachstumsprognose.

"Wir haben eine Erholung", beschrieb das EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny den wirtschaftlichen Verlauf in der Eurozone gestern auf einer Veranstaltung in Wien. "Es könnte Potenzial nach oben geben", sagte Nowotny in Bezug auf die Wachstumsprognose.

Volkswirte rechnen für 2014 bisher mit einem Wirtschaftswachstum im Euroraum von 1,1 Prozent. Nowotny hat sich nun als erster aus der Deckung getraut. Seine Bemerkungen deuten darauf hin, dass der Aufschwung stärker ausfallen könnte. An den Finanzmärkten munkelt man bereits über ein Plus von 1,5 Prozent.

Von dem Aufschwung könnte die so arg gebeutelte Stahlindustrie neben dem Bankensektor am meisten profitieren. Die ThyssenKrupp Aktie stieg seit seit dem 12. Dezember 2013 von 16,54 Euro auf zuletzt 18,59 Euro (+12,39 Prozent). Die Anteilsscheine von Salzgitter legten um 11,13 Prozent auf 31,52 Euro zu.

Klöckner & Co. kletterten in den vergangenen fünf Wochen von 9,44 Euro auf 10,95 Euro (+16,00 Prozent). Steigende Stahlpreise wirken sich bei einem Stahlhändler schneller auf die Gewinnsituation aus. Darüber hinaus profitiert Klöckner & Co. von seinem Sparprogramm sowie dem Nordamerikageschäft.