28.05.14

Satte Gewinne der Stahlaktien dank 10.000 Dax-Punkten

Der Rubel rollt wieder in der Stahlindustrie. Die Aktienkurse der Stahlkonzerne kennen seit Wochen nur eine Richtung: Die nach oben. Der Dax ist bereits so hoch wie noch niemals zuvor in seiner Geschichte. Folgen nun die Stahlaktien mit neuen Rekordhochs?

Anteilsscheine von ThyssenKrupp klettern aktuell auf ein Zweijahreshoch bei 22,30 Euro. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um 4,61 Euro bzw. 26,06 Prozent zugelegt. Wer dem deutschen Aktienmarkt nicht die Treue hielt und in die Papiere von Branchenprimus ArcelorMittal investierte, schaut nun in die Röhre. Die Aktie sank seit Anfang Januar 2014 von 12,94 Euro auf 11,34 Euro (-12,36 Prozent).

(Weiterlesen: Deutsche Stahlkonzerne frohlocken mit höheren Stahlpreisen)

Der Dax markierte heute ein Allzeithoch bei 9.939 Punkten. Damit wurde das bisherige Hoch vom Januar 2014 bei 9.790 Punkten deutlich übertroffen. Von den Rekordständen ließ sich der Aktienkurs von Salzgitter wenig beeindrucken. Die Papiere von Deutschlands zweitgrößtem Stahlproduzenten stiegen seit Jahresbeginn lediglich von 31,00 Euro auf 31,68 Euro (+2,19 Prozent).

Um ein Vielfaches stärker legte der Aktienkurs des Duisburger Stahlhändlers Klöckner & Co. zu. Die Anteilsscheine verteuerten sich von 9,95 Euro auf 12,31 Euro (+23,72 Prozent). Aktionäre von Österreichs Vorzeigekonzern Voestalpine kommen in diesem Jahr bisher auf keinen grünen Zweig. Die Aktie sank von 35,28 Euro auf 34,35 (-2,64 Prozent).

Neben den steigenden Stahlpreisen spielen die sinkenden Einkaufskosten für Eisenerz eine zentrale Rolle. Der Eisenerzpreis notierte zuletzt auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahren. Damit profitieren die Stahlkonzerne zum einen von geringeren Beschaffungskosten für das zur Stahlerzeugung zentrale Eisenerz, und zum anderen von höheren Stahlpreisen.

Zum Thema:
Einbrechende Eisenerzpreise zünden Turbo bei Stahlaktien