26.03.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im März 2015 - Deutschland III

Deutsche Stahleinkäufer berichteten, dass die Stahlproduzenten eine Erhöhung der Stahlpreise um 10 Euro pro Tonne für das anstehende 2. Quartal in Erwägung zögen. Die Käufer erwarteten jedoch ein Festhalten an den Preisen des 1. Quartals, meldet die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Die Stahlnachfrage sei ähnlich wie 2014.

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich den fünften Monat in Folge verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte von 106,8 Punkte im Februar auf 107,9 Zähler im März, teilt das Ifo-Institut mit. Volkswirte hatten den Index, der auf einer Umfrage unter 7.000 Unternehmen beruht, bei 107,4 Punkten erwartet.

"Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Klimaindikator erneut gestiegen. Die Industriefirmen waren zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch der Optimismus für die kommenden Geschäfte hat merklich zugenommen. Die Produktionspläne stiegen auf den höchsten Stand seit Mai 2014", erläutert Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts.

Die EU-Kommission hat wegen Dumpingvorwürfen kalt gewalzten, rostfreien Flachstahl aus China und Taiwan mit Strafzöllen zwischen 11 Prozent und 25 Prozent belegt. Die Entscheidung wurde gestern im EU-Amtsblatt veröffentlicht.

Der Aktienkurs von Salzgitter steigt nach der Einführung der Strafzölle auf 28,62 Euro. So teuer waren die Anteilscheine von Deutschlands zweitgrößtem Stahlproduzenten zuletzt im September 2014. ThyssenKrupp klettern auf 24,78 Euro, bleiben aber unter dem Hoch vom 16. März 2015 bei 25,46 Euro.

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