06.03.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im März 2015 - Deutschland

Die Geschäftstätigkeit auf dem Stahlmarkt sei in Deutschland im Februar ruhig gewesen, da die Kunden keine Eile hätten, Stahlprodukte zu kaufen, meldet die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Die Stahlpreise für Warmband (Hot-Rolled Coil) traten im Vergleich zum Januar auf der Stelle. Stahlproduzenten konnten demnach ihre angekündigten Preiserhöhungen nicht durchsetzen.

"Der schwache Euro hat Stahlrohrherstellern geholfen, Aufträge aus Übersee an Land zu ziehen", schreibt Shanghai Metals Markets, dem der MEPS Stahlbericht für Deutschland vorliegt. 1 Euro ist zur Stunde lediglich 1,0930 US-Dollar wert. Das ist der tiefste Stand seit September 2003. Gegenüber dem chinesischen Yuan sank der Eurokurs in den vergangenen drei Monaten von 7,73 Yuan auf 6,86 Yuan (-11,25 Prozent).


Deutschlands Industrieproduktion lag im Januar 2015 um 0,6 Prozent höher als im Dezember 2014, teilte das Statistische Bundesamt heute mit. Die Produktion von Investitionsgüter stieg um 0,5 Prozent, der Ausstoß von Vorleistungsgütern und Konsumgütern gab jeweils um 0,4 Prozent nach. Die Statistiker korrigierten die Industrieproduktion für Dezember 2014 nachträglich von 0,1 Prozent auf 1,0 Prozent nach oben.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hebt ihre Wachstumsprognosen für den Euroraum deutlich an. Für das laufende Jahr rechnet EZB-Chefökonom Peter Praet mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,5 Prozent (bisher 1,0 Prozent). 2016 erwartet man ein Wachstum von 1,9 Prozent (bisher 1,5 Prozent). Die neu erstellte Prognose für 2017 liegt bei 2,1 Prozent.