08.10.15

Stahlpreise und Stahlmarkt im Oktober 2015 - Update 3

Der Stahlpreis für warm gewalzten Stahl aus Südeuropa lag zuletzt bei 332 Euro pro Tonne, meldet "The Steel Index". Damit bewegt sich die Stahlpreisentwicklung auf Rekordtiefs. Gemäß dem italienische Stahl-Weiterverarbeiter Marcegaglia ist die Stahlnachfrage recht robust. Aufgrund sinkender Stahlproduktionskosten hielten sich die Einkäufer allerdings zurück, berichtet "Platts".

In Deutschland kommt es entgegen den Erwartungen zu einem Rückgang der Industrieproduktion. Die Unternehmen fertigten im August 1,2% weniger Waren als im Juli, teiilt das Statistische Bundesamt mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,3% gerechnet. "In der Industrie erfolgte der Rückgang vor allem bei den Investitionsgütern. Die Produktionsergebnisse sind maßgeblich auf die ungewöhnlich späte Lage der Ferientage zurückzuführen", kommentiert das Bundeswirtschaftsministerium.


Auch in Spanien, dem viertgrößten Stahlproduzenten in der Europäischen Union, geht es bergab. Die Industrieproduktion sinkt um 1,4%. Es ist das erste Minus seit November 2014 und der stärkste Rückgang seit zweieinhalb Jahren.

Die Lage der Weltwirtschaft trübt sich ein. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkt seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 3,3% auf 3,1%. Im nächsten Jahr werde die Weltwirtschaft nicht wie noch im Juli prognostiziert um 3,8%, sondern nur um 3,6% wachsen. Nach Abwägung aller Risiken zeige die Tendenz immer noch eher nach unten, sagt der Geldverleiher aus Washington.