01.02.16

Stahlpreise und Stahlmarkt im Februar 2016

Die Europäische Union verhängt Strafzölle auf chinesischen Stahl. Für den Import von Betonstahl mit hoher Ermüdungsbeständigkeit werden Aufschläge von 9,2% bis 13% fällig. Die Strafzölle seien viel zu niedrig, kritisiert Gareth Stace, Direktor des britischen Stahlverbandes. "Das Ausmaß der Krise im Stahlsektor haben die Bürokraten in Brüssel noch nicht vollständig zur Kenntnis genommen", so Stace.

Der an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelte Betonstahlkontrakt mit einem Durchmesser von 16 bis 20 Millimeter der Güte B500C sank seit Jahresbeginn von 327 Dollar (300 Euro) auf 323,18 Dollar (296,50 Euro). An der Terminbörse in Shanghai verteuerte sich hingegen der meistgehandelte Betonstahlkontrakt von 1.797 Yuan (253 Euro) auf 1.815 Yuan (254 Euro).


Im Euroraum hat die Dynamik im Industriesektor im Januar Einbußen hinnehmen müssen. Hintergrund waren abgeschwächte Zuwachsraten bei Produktion, Auftragseingang und Exportneugeschäft, berichtet das Forschungsinstitut Markit. "Ungeachtet der leichten Abkühlung bleibt der Ausblick für die Industrie jedoch alles in allem recht positiv", so Markit.

Der Stahlpreis für warm gewalzten Stahl klettert auf den höchsten Stand seit drei Monaten. Gemäß "The Steel Index" steigt der US-Warmbandpreis per 22. Januar 2016 auf 395 Dollar (366 Euro) pro Tonne. Die Stahlpreisentwicklung setzt die Aufwärtsbewegung, die Ende November 2015 auf einem Rekordtief bei 364 Dollar (343 Euro) begann, fort.