25.03.16

Die Erholung der Stahlpreise nimmt Gestalt an

Die europäischen Stahlpreise haben sich im März erholt. Hintergrund sei eine schlechtere Wettbewerbsposition des auf den EU-Markt kommenden Importstahls, wie die Metallberatungsgesellschaft MEPS erläutert. Dies habe dann dazu geführt, dass westeuropäische Stahlproduzenten zum zweiten Mal in diesem Jahr die Stahlpreise erhöhen konnten.

In Westeuropa hat sich Warmband mit einer Dicke von 5 Millimeter und einer Breite von 1200-1500 Millimeter seit Jahresbeginn von 321 Euro auf 332 Euro je Tonne verteuert, wie eine Preisliste von "Steel Benchmarker" zeigt. Der von "The Steel Index" erhobene durchschnittliche Verkaufspreis für Warmband in Nordeuropa kletterte von 315 Euro auf 327 Euro. In Südeuropa gab es einen Anstieg von 284 Euro auf 296 Euro.

Zum Thema: Diagramme Stahlpreisentwicklung

Auf dem deutschen Stahlmarkt sei es zu einer Zunahme der Stahlbestellungen gekommen, heißt es es in dem aktuellen Monatsbericht von MEPS. Französische Stahl-Service-Center berichteten über eine solide Geschäftsentwicklung im Bereich von Flachstahlerzeugnissen. Auch in Italien, dem zweitgrößten Stahlmarkt der EU, konnten sich die Stahlpreise nach oben bewegen.

Begünstigt wurde die Erholung auf dem europäischen Stahlmarkt von höheren Stahlpreisen in China. Der Preisanstieg in Fernost, zusammen mit denen von der EU-Kommission verhängten Strafzöllen auf kaltgewalzte Importstähle russischer und chinesischer Herkunft, habe die Erholung des EU-Marktes begünstigt.