18.03.16

Stahlpreise und Stahlmarkt im März 2016 - Deutschland V

ArcelorMittal steht zum Stahl-Standort Deutschland. Der weltgrößte Stahlproduzent erhöht die Investitionen in seine deutschen Werke von 89 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 110 Millionen Euro im laufenden Jahr 2016. Man habe keine Personalabbauprogramme vor, so Deutschlandchef Frank Schulz gemäß einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur. Die knapp 9.000 Beschäftigten von ArcelorMittal in Deutschland atmen auf.

Anders sieht es bei Salzgitter aus. Deutschlands zweitgrößter Stahlproduzent will mehre Hunderte Stellen streichen. "Wir wollen die Werke nicht schließen, sondern erhalten. Aber das geht bedauerlicherweise nicht ohne einschneidende Maßnahmen", sagt Konzernchef Heinz Jörg Fuhrmann der "Braunschweiger Zeitung". Betroffen seien laut einem Konzernsprecher die Werke in Hamm, Ilsenburg, Mühlheim an der Ruhr und Siegen.

Deutsche Stahlproduzenten und Gießereien verarbeiteten 2015 weniger Stahlschrott. Der Verbrauch sank um 7,5 Prozent auf 25,6 Millionen Tonnen, wie die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) mitteilt. "Während die deutsche Stahlproduktion in 2015 um 0,6 Prozent auf 42,6 Mio. Tonnen gesunken ist, kauften die deutschen Stahlwerke mit geschätzten 14,3 Mio. Tonnen 3,4 Prozent weniger Schrott zu als im Vorjahr", erläutert der Verband.

Die IG Metall fordert für die in der Metall- und Elektroindustrie in Deutschland 3,8 Millionen Beschäftigten ein Lohnplus von fünf Prozent. "Es ist die falsche Zeit für solche Höhenflüge", sagt der Präsident der Metallarbeitgeber, Rainer Dulger, den Zeitungen der Funke-Gruppe. Die Gewerkschaft habe "den Ernst der Lage nicht erkannt". Er weist auf begrenze Spielräume hin, weil die Löhne in den letzten Jahren um 20% gestiegen sind, die Produktivität ab nur 2% zulegte.