12.03.16

Stahlpreise und Stahlmarkt im März 2016 - Deutschland IV

Der deutschen Industrie gelingt ein fulminanter Jahresauftakt. Industriebetriebe steigerten ihre Erzeugung im Januar 2016 um 3,3% gegenüber Dezember 2015. Es handelt sich um den stärkste Anstieg seit viereinhalb Jahren. Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 0,6% gerechnet. Bereits der Auftragseingang fiel besser aus. Er sank lediglich um 0,1% anstatt eines erwarteten Rückgangs um 0,4%.


"Die deutsche Wirtschaft ist gut in das Jahr 2016 gestartet und bleibt trotz eines unsichereren globalen Umfelds auf Wachstumskurs. Innerhalb der Industrie stieg die Produktion in allen Hauptgruppen an, wobei insbesondere bei den Investitionsgütern ein kräftiges Plus von 5,3% verbucht wurde", stellt das Bundeswirtschaftsministerium fest. "Die Erwartungen der Industrie haben sich zuletzt allerdings merklich eingetrübt", schränkt das Ministerium ein.

Deutschlands Exporte haben einen Fehlstart in das Jahr 2016 hingelegt. Sie sanken im Januar um 0,5% gegenüber dem Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Es war bereits der zweite Rückgang in Folge. "Das ist ein schwacher Jahresauftakt", sagt der Chef für Außenwirtschaft des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier. "Uns trifft die Wachstumsschwäche Chinas."

Die Ausfuhren in die Länder außerhalb der Europäischen Union schrumpften um 5% Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Da hilft auch der vergleichsweise schwache Eurokurs von aktuell 1,11 US-Dollar nicht, der deutsche Waren in anderen Währungsräumen billiger macht. Im Mai 2014 war 1 Euro noch bis zu 1,40 US-Dollar wert. "Die Schubkraft der Euro-Abwertung ist abgeklungen", zitiert Reuters den DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle.