22.04.16

Stahlpreise und Stahlmarkt im April 2016 - Roundup 5

Die Lage im produzierenden Gewerbe hat sich verbessert. Der deutsche Industriesektor befindet sich im April auf Expansionskurs. Der von dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik und dem Forschungsinstitut Markit herausgegebene Einkaufsmanagerindex (PMI) klettert um 1,2 Punkte 51,9 Zähler. Damit schwindet die Gefahr eines Absinkens unter die Wachstumsschwelle bei 50 Punkten.

"Erfreulich, dass es mit dem Auftragseingang und der Beschäftigung im April wieder etwas stärker aufwärts gegangen ist, und dass der Industriesektor nach der annähernden Stagnation im Februar und März wieder leicht an Fahrt gewonnen hat", kommentiert Markit-Volkswirt Oliver Kolodseike. In der Industrie gebe es eine anziehende Nachfrage, vor allem von den Auslandsmärkten.

In China steigt der Stahlpreis für den meistgehandelten Betonstahlkontrakt auf 2.708 Yuan (369 Euro). Das ist der höchste Stand seit eineinhalb Jahren. Eisenerz ist mit knapp 70 US-Dollar je Tonne so teuer wie seit knapp einem Jahr nicht. Der Betonstahlpreis gebe dem Eisenerzpreis die Richtung vor, sagt Chris Weston von dem Brokerhaus IG im australischen Melbourne.


Die Stahlpreise in den USA haben im März kräftig zugelegt. Warmgewalzter Stahl verteuerte sich von 399 Dollar auf 443 Dollar je Short Tonne (907,18 kg), meldet "The Steel Index". Ursachen waren höhere Rohstoffpreise, eine konstante Stahlnachfrage aus der Automobilindustrie und dem Baugewerbe sowie niedrige Lagerbestände von Stahl-Service-Centern. ArcelorMittal hob seine US-Verkaufspreise für Flachstahlerzeugnisse um 30 Dollar/Tonne an.