30.04.16

Stahlpreise und Stahlmarkt im April 2016 - Roundup 8

Auf den europäischen Markt kommender Stahl aus China, Russland und anderen Ländern wird schärfer überwacht. Für die Einfuhr seien künftig spezielle Lizenzen erforderlich, teilt die EU-Kommission mit. Mit der Informationsgewinnung über die Lizenzvergabe will die Brüsseler Behörde die Überwachung der Stahlimporte engmaschiger gestalten.

Das Ende Mai 2016 an den Start gehende Überwachsungsystem ändert zunächst einmal nichts: Die chinesischen Produzenten dürften nicht davon ablassen, so viel wie möglich des von ihnen zu viel produzierten Stahls im Ausland abzusetzen. Der Stahlpreis für Warmband frei ab Stahlwerk lag per 25. April 2016 in China bei umgerechnet 368 Euro je Tonne, in Westeuropa bei 392 Euro, meldete "Steel Benchmarker".

"Wir haben festgestellt, dass Handwerker und Heimwerker gern abends bestellen", sagt ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur. Der Essener Konzern startet seinen Online-Shop "materials4me" nach Spanien und Großbritannien nun auch in Deutschland. In dem Shop können Endverbraucher Kleinstmengen an Stahlblechen und Rohren bestellt.


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Klöckner & Co hat angekündigt, eine Art Amazon für den Stahlhandel werden zu wollen. Dem Duisburger Stahlhändler sind hohe Lagerhaltungskosten ein Dorn im Auge. "Stahl wird auslastungsgetrieben produziert. Das Stahlwerk weiß nicht genau, was der Handel braucht. Also packen die Produzenten und auch wir den Stahl in die Lager und warten, bis der Kunde sich per Telefon, E-Mail oder Fax meldet", erklärt Kloeckner-Chef Gisbert Rühl im Gespräch mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).

Im Kern geht es auch darum, den tatsächlichen Stahlbedarf durch die von Online-Käufern im Shop hinterlassenen Daten besser prognostizieren zu können. Die Stahlbranche müsste nicht mehr so viel auf Lager produzieren und könnte Stahl vom Hochofen schneller zum Endabnehmer bringen.