22.05.16

Aktuelle Entwicklung der Metallpreise an Londoner Metallbörse

Der Aluminiumpreis klettert entgegen des Trends von 1.529 US-Dollar auf 1.559 Dollar je Tonne. Auch der Zinkpreis konnte in der zum 20. Mai endende Handelswoche an der Londoner Metallbörse (LME) etwas zulegen. Hier kam es zu einem Anstieg um 6 Dollar auf 1.877 Dollar. Die Nichteisen-Metalle Kupfer und Blei verlieren. Hohe Abschläge gibt es beim Zinnpreis.

Zwischen dem 13. Mai und 20. Mai 2016 sank der Kupferpreis an der LME von 4.660 Dollar auf 4.630,50 Dollar, der Bleipreis von 1.724 Dollar auf 1.694,50 Dollar und der Nickelpreis von 8.585 Dollar auf 8.525 Dollar. Überdurchschnittlich fällt der Rückgang des Zinnpreises von 16.800 Dollar auf 16.470 Dollar aus.

Die Entwicklung der Metallpreise auf dem Primärmarkt spiegelt sich in den aktuellen Schrottpreisen wider:

Der Ankaufspreis für hochwertigen Kupferdraht (Millberry) ist bereits auf niedrigem Niveau liegend noch einmal gefallen. Der Kupferschrottpreis sank von 3,66 Euro auf 3,62 Euro je Kilogramm, nachdem er Anfang Mai 2016 noch bei 3,90 Euro gelegen hatte. Auch für Nickelschrott und Zinnschrott zahlen Schrotthändler weniger.

Sehr viel weiter dürften die Metallpreise nicht mehr fallen, weil sich das Wirtschaftswachstum in Europa und den USA zuletzt erhöht hat. Auch die chinesische Wirtschaft, die weltweit mit Abstand am meisten Metalle verbraucht, konnte sich stabilisieren.

Wer darüber hinaus Rückschlüsse über die Tendenz der Metallpreise sucht, dem raten Experten den Euro-Wechselkurs zum US-Dollar im Auge zu behalten (aktuell: EUR/USD 1,12). Steigt der Euro und wird der Dollar schwächer, kommt es oft zu einem breit angelegten Anstieg von Metallpreisen, Edelmetallpreisen und Ölnotierungen.