30.05.16

Stahlpreise und Stahlmarkt im Mai 2016 - Roundup 16

Die Zuversicht im industriellen Sektor der Eurozone hat sich stärker aufgehellt als erwartet. Der von der Europäischen Kommission erhobene Geschäftsklimaindex stieg im Mai um 0,11 Punkte auf 0,26 Zähler. Die Unternehmer bewerteten ihren Auftragsbestand vielversprechend. Darüber hinaus fällt der Rückblick auf die in den letzten Monaten stattgefundene Produktion positiv aus.

Der Importpreis für Eisenerz lag im April 2016 um 10,2% höher als im März 2016, teilt das Statistische Bundesamt mit. Bei Roheisen und Legierungen aus Stahl kam es im Vergleich zum Vormonat zu einem Anstieg um 2,7%. Nichteisen-Metalle wie Aluminium, Nickel und Kupfer konnten hingegen um 1,2% günstiger aus dem Ausland importiert werden.

Zu erheblichen Rückgängen kam bei den Preisentwicklungen gegenüber Vorjahresmonat April 2015: Nickel in Rohform (-32,6%), Rohaluminium (-26,3%), Rohkupfer (-21,7%), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-11,7%).

Der Stahlindustrie droht neues Ungemach aus China. Zwar konnten sich in Fernost zuletzt die Stahlpreise und Eisenerzpreis im Schnitt um 2,5% erholen. Die chinesische Landeswährung Yuan hat sich aber seit Ende März gegenüber dem US-Dollar um knapp 2% abgeschwächt. Dadurch werden Chinas Stahlproduzenten in die Lage versetzt, ihren ohnehin schon sehr günstigen Stahl zu noch tieferen Preisen auf den Weltmarkt zu werfen.