27.04.18

Noch 3 Tage: US-Stahlzölle brennen Europäern unter Nägeln

Das Weiße Haus macht europäischen Stahlproduzenten Hoffnung. Sie könnten auch nach dem 1. Mai 2018, wenn die bisherige Ausnahmeregelung endet, von den US-Stahlzöllen befreit werden und damit auf dem US-Markt, der deutliche höhere Stahlpreise zu bieten hat als der EU-Markt, ungestört ihren Stahl verkaufen.

Die Sache hat allerdings einen Haken: Trumps oberster Wirtschaftsberater, Larry Kudlow, fordert im Gegenzug, dass die EU ihre Importzölle für US-Autos senkt. Es sei "sehr wichtig, dass einige unserer Freunde hinsichtlich der Handelspraktiken, Zölle und Steuern einige Zugeständnisse machen", sagt Kudlow im TV-Sender CNBC.

Auf dem globalen Stahlmarkt gebe es eine große Unsicherheit. Europäische- und nordamerikanische Stahleinkäufer zögerten mit Bestellungen, erklärt die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Sie spricht wegen dem protektionistischen Kurs der Trump von einem Chaos in der globalen Stahlindustrie.

Die EU will allerdings nicht so wie Kudlow und Trump. Erst müsse es eine permanente Ausnahmeregelung für europäische Stahlunternehmen geben, und zwar ohne Bedingungen, sagt Handelskommissarin Cecilia Malmström. Erst danach könne man über andere Handelsfragen, wie Auto-Importe, reden.