16.05.18

Stahlpreis Warmband vor Anstieg auf 570 Euro ex-works Ruhr

ArclorMittal, Salzgitter und die Stahlsparte von Thyssenkrupp verdienten dank höheren Stahlpreisen im ersten Quartal mehr als im Vorjahr. Auch im zweiten Quartal dürften die Gewinne sprudeln. Die Konzerne haben gute Aussichten die Stahlpreise weiter raufzuseten. Bei warmgewalzten Stahl steht eine Preiserhöhung von 30 Euro auf 570 Euro je Tonne im Raum.

"Der Anstieg beim Spotmarktpreis zu Jahresbeginn legt nahe, dass Stahlwerke 30 Euro je Tonne mehr anstrebten gegenüber den Lieferverträgen, die für die erste Jahreshälfte abgeschlossen wurden, und die um die Marke von 540 Euro lagen", berichtet Platts. Hintergrund: Viele Käufer könnten nicht mehr länger abwarten und müssen ihre Lagerbestände für die zweite Hälfte 2018 aufstocken.

Darüber hinaus sind die Stahlpreise in China am steigen. Der meistgehandelte Warmbandkontrakt in Shanghai kletterte in den letzten zwei Monaten von 3.530 Yuan (453 Euro) auf 4.195 Yuan (554 Euro). In die Karten der Stahlproduzenten spielt ferner der weiche Euro. Er sank seit Ende März 2018 von 1,25 auf 1,18 US-Dollar, wodurch sich in die EU kommender Importstahl verteuert.

Der von Platts ermittelte Stahlpreis für Warmband tritt seit Mitte Februar bei 570-575 Euro je Tonne auf der Stelle. Bei den Preisindex von Steel Benchmarker, der den durchschnittlichen Warmbandpreis für Westeuropa abbildet, gab es hingegen einen leichten Rückgang von 570 Euro auf 556 Euro.