06.08.19

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 6. August 2019

Aktuelle Warmbandpreise und Marktlage
Italienische Stahlproduzenten bekämen zwar Anfragen aus Deutschland. Trotz niedrigeren Verkaufspreisen seien sie aber nicht in der Lage die deutsche Konkurrenz auszustechen, berichtet Argus. Laut dem Rohstoffdienst kostete nordwesteuropäisches Warmband per 2. August im Mittel 468 Euro je Tonne ab Werk. Italienisches Warmband lag bei 447,25 Euro.

Deutsche Stahlaktien tief im Minus
Für die Aktienkurse der beiden größten deutschen Stahlhersteller gibt es nur eine Richtung: Nach unten. Anteilsscheine von Thyssenkrupp sinken mit 10,66 Euro auf den tiefsten Stand seit 16 Jahren. Die Salzgitter-Aktie purzelt auf 18,37 Euro und ist so wenig wert wie das letzte Mal im Jahr 2005. Beide Konzerne verkaufen weniger Stahl zu niedrigeren Stahlpreisen als in den Vorjahren. Es gibt aber auch noch einen anderen Grund.

Wirtschaftsminister Altmaier hatte Thyssenkrupp zu Beginn des Jahres das Prädikat "schützenswerter Nationaler Champion" verliehen. Damit wurden dem Essener Konzern Staatshilfen in Aussicht gestellt. Neben der gescheiterten Ehe mit Tata dürfte die Blankovollmacht den Konzernumbau und die Neuausrichtung abgebremst haben. Thyssenkrupp steht nun kurz davor aus dem Dax zu fliegen.