02.08.19

Zur Lage auf dem Stahlmarkt für Warmband im August 2019

"Die Stahlproduzenten sind gegenwärtig flexibel, und so ist davon auszugehen, dass sie bei größeren Bestellungen unter 470 Euro je Tonne ex-works gehen werden", berichtet Argus. Derweil haben die USA neue Strafzölle gegen China verhängt. Für das Verarbeitende Gewerbe ist das ein weiterer Rückschlag.

Warmgewalzter Stahl aus nordeuropäischen Hochöfen kostet aktuell 465-480 Euro. Vor einem Monat lagen die Verkaufspreise mit 485-495 Euro höher. Derweil schlittert Deutschland immer tiefer in eine Industrierezession. Der Einkaufsmanager-Index (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe sackte im Juli auf 43,1 Punkte. So schlecht war die Stimmung zuletzt während der Weltfinanzkrise.

"Angesichts des stärkten Rückgangs der Auslandsbestellungen seit über zehn Jahren steckt die Industrie in der tiefsten Krise seit sieben Jahren", berichtet Phil Smith von IHS Markit. Die Beratungsgesellschaft erhebt zusammen mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) monatlich die Einkaufsmanager-Daten.

US-Präsident Trump verhängt neue Strafzölle in Höhe von 10% auf chinesische Waren. Das trifft die deutsche- und europäische Wirtschaft zwar nicht unmittelbar. Aber es ist natürlich schon so, dass Chinas Wirtschaft geschwächt wird und sich die Absatzchancen deutscher Industriefirmen auf dem chinesischen Markt verschlechtern.

Die Erwartungen einer spürbaren Erholung der Bandstahlpreise im 4. Quartal 2019 hätten sich in Luft aufgelöst, berichtet Argus vom Stahlmarkt. Man sollte aber nicht ausschließen, dass sich nach dem Sommer die Stimmung verbessert. Dies würde voraussetzen, dass die Stahlkäufer dringend Material benötigten.