13.12.19

Thyssenkrupp streicht 1.200 Stellen

Thyssenkrupp plant 1.200 Arbeitsplätze in Bochum abzubauen. Auf betriebsbedingte Kündigungen will der Konzern verzichten. Zwei kleinere Stahlwerke sollen geschlossen werden. Unter ihnen ist eine Warmbandanlage, deren Produktion nach Duisburg verlagert werden soll.

Die Stahlpreise für Warmband befinden sich seit einigen Wochen in einer leichten Anstiegsphase. Bei 432,08 Euro lag der durchschnittliche Warmbandpreis, zu dem bestätigte Transaktionen in Deutschland, den Niederlanden und Belgien stattfanden (Stand: 12.12.2019).

"Die Inlandspreise wurden durch eine Kombination aus geringerer Produktion europäischen Hütten, einem Mangel an wettbewerbsfähigen Importangeboten und einer gewissen Erholung der Nachfrage gestützt", meldet "Fastmarkets".

Die Verhandlungen zwischen den Stahlproduzenten und ihren Großkunden über die Lieferkonditionen in der ersten Jahreshälfte 2020 gehen weiter. Die Käufer wollen einen Preisnachlass von 50-60 Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Stahlproduzenten wollen nur um 30 Euro runterzugehen.

In Zahlen ausgedrückt: Die Stahl-Bezieher, allen voran die Automobilindustrie will den Warmband-Einkaufspreis für Januar bis Juni 2020 auf 430 Euro fixieren. Stahlproduzenten wie Thyssenkrupp, ArcelorMittal und Salzgitter fordern hingegen 450-460 Euro.