11.03.20

Warmband Europa: Preisanstieg bleibt erhalten

Auf den Kernmärkten in Deutschland, den Niederlanden und Belgien kostet Warmband aktuell 480-485 Euro je Tonne. Es besteht die Gefahr eines Konjunkturdämpfers wegen des Coronavirus. Bisher konnte das Virus die steigende Stahlpreisentwicklung nicht in die Knie zwingen.

Linienchart Warmband Stahlpreisentwicklung in Euro je Tonne (1.000 kg) mit graphischer Prognose

Die Stimmung auf dem europäischen Warmbandmarkt verschlechtere sich etwas. Vorherrschende Meinung sei: Der gesehene Anstieg der Stahlpreise sei ausschließlich auf Produktionsverringerungen zurückzuführen und deshalb nicht nachhaltig, berichtet Argus.

Im Januar 2020 haben die deutschen Stahlproduzenten ein weiteres Mal den Ausstoß von warmgewalzten Erzeugnissen verringert (-3,7% auf 2,77 Millionen Tonnen). Im Dezember und November 2019 hatten die Rückgänge bei -10,9% und -15,2% gelegen, wie aus Daten der Wirtschaftsvereinigung Stahl hervorgeht.

Der Stahlpreis für Warmband kletterte seit Anfang November 2019 um 70 Euro je Tonne. Neben dem Produktionskürzungen wurde der Anstieg von niedrigen Lagerbeständen begünstigt. So manch ein Händler hatte sich verschätzt und musste in eine steigende Preisentwicklung hineinkaufen.