Stahlpreis Prognose: So geht's mit dem Warmbandpreis weiter

31.08.21

Stahlpreis Prognose: So geht's mit dem Warmbandpreis weiter

Die Stahlpreise werden nach Einschätzung von Stahlexperten im September 2021 den dritten Monat in Folge sinken und sich im Oktober, November und Dezember (übrige ber-Monate) stabilisieren. Der Warmbandspreis für Auslieferungen im Dezember 2021 liegt aktuell bei 1.150 Euro je Tonne in Deutschland, Frankreich und Benelux. Im Juli waren es 1.200 Euro.

Vor dem Hintergrund gestiegener Lagerbestände und der Sommer-Ferienzeit seien die Stahlpreise in den letzen beiden Monaten gesunken, berichtet Metal Miner. "Ich habe den Eindruck, dass die Leute noch nicht ganz aus dem Urlaub zurück sind", zitiert das Portal einen Markteilnehmer.

Die Käufer seien aktuell zurückhaltend, was auch mit gesunkenen Rohstoffpreisen zusammenhänge, meldet Metal Bulletin. Der Eisenerzpreis ist seit seinem Rekordhoch Mitte Juli 2021 bei 220 US-Dollar/Tonne um 27 Prozent abwärtsmarschiert. Aktuell wird Eisenerz mit einem Gehalt von 62 Prozent für 160 Dollar gehandelt.

Demgegenüber ist der Rückgang des westeuropäischen Warmbandpreises um 50 Euro (-4,1%) moderat. Es könnte der Anfang einer längeren Talfahrt sein, bedenkt man das Warmband vor gut einem Jahr lediglich 400 Euro gekostet hatte.

Stahlpreis Entwicklung Linienchart mit leichter Abwärts-Prognose

Importstahl drücke gegenwärtig auf die westeuropäischen Bandstahl-Verkaufspreise. Ferner sei es schwierig vorherzusagen, wie groß die Stahlnachfrage künftig sein werde. "Die Käufer erwarten im September ein Rückgang der Bandstahlpreise", resümiert Metal Bulletin.

Mit einem deutlichen Absinken der Stahlpreise ist laut Klöckner & Co. nicht zu rechnen. Gisbert Rühl, Chef des Duisburger Stahlhändlers, zufolge werden die Preise im 2. Halbjahr 2021 stabil bleiben. Die globale Stahlindustrie erlebe eine Sonderkonjunktur.