Stahlschrott Entwicklung 2025 / Schrottpreis Prognose 2026

Die Stahlschrottpreise entwickeln sich nach oben. Stahlneuschrott (Sorten 2/8) verteuerte sich im Dezember um 12,50 Euro auf 282,50 Euro pro Tonne. Es war der zweite Anstieg in Folge des von der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) monatlich ermittelten Lagerverkaufspreises.

Unterstützt wird der Ausblick auf steigende Stahlschrottpreise im Januar und womöglich im gesamten ersten Quartal 2026 von niedrigen Lagerbeständen der Stahlwerke. Viele haben Ende 2025 nur so viel gekauft, um über die Runde zu kommen. Sie dürften für ein Anspringen der Industriekonjunktur und einer stärkeren Stahlnachfrage der Bauwirtschaft nicht ausreichend mit Stahlschrott bevorratet sein.

Schrotthändler blicken ferner wegen der Belebung des Exportgeschäfts mit der Türkei frohen Mutes ins neue Jahr. "Die Schrottpreise in der Türkei blieben am ersten Geschäftstag des Jahres 2026 fest", meldet Kallanish. Türkische Schrotthändler rechneten mit höheren inländischen Stahlschrottpreisen in der EU und den USA, heißt es in dem Marktbericht.

In Deutschland war das Neuschrottaufkommen zuletzt wegen der der Konjunktur hinterherhinkenden Automobilindustrie schwach. Das Verarbeitende Gewerbe rutschte im Dezember überraschend tiefer in die Schrumpfungszone. Man erwartet aber, wie der Schrotthandel, bessere Geschäfte im neuen Jahr.

Entwicklung Stahlschrottpreis Linienchart mit Anstiegs-Prognose

Schrottpreis Prognose

Der Lagerverkaufspreis für Neuschrott war im Oktober 2025 mit 268,50 Euro auf ein 5-Jahrestief gefallen. Er hat sich seitdem um 14 Euro erholt. Der Chart der Preisentwicklung zeigt zwar keinen bevorstehenden Aufwärtstrend an. Wohl aber ein Rückkehr in eine Seitwärtsverlauf-Zone. Damit die Rückkehr gelingt, muss der Neuschrottpreis im Januar auf mindestens 305 Euro steigen.

Im weiteren Verlauf des ersten Quartals 2026 wäre dann Platz für einen Anstieg an das obere Ende der Zone bei 357-358 Euro.