29.11.14

Stahlpreise trotz Eisenerzschwemme mit Aufwärtspotential

Das Bergbauunternehmen Vale erwartet ein Ende der Abwärtsspirale bei Eisenerz. Sollte sich der zentrale Rohstoff für die Stahlproduktion im nächsten Jahr wie von dem brasilianischen Bergbauriesen verteuern, wäre der Weg frei für einen substanziellen Anstieg der Stahlpreise.

Der Referenzpreis für Eisenerz mit einem Gehalt von 62 Prozent für Lieferung zum chinesischen Hafen Qingdao sank am 26. November 2014 auf 68,49 US-Dollar pro Tonne. Das war der niedrigste Stand seit Juni 2009.

Die europäischen Stahlpreise notieren derweil stabil. "Die innereuropäischen Preise für Flachstahl blieben in dieser Woche trotz einer flauen Nachfrage und dem Druck sinkender Eisenerzpreise unverändert, berichtet Steel First.

In Europa könnten die Stahlpreise kaum noch fallen, weil einige Stahlproduzenten ihren Stahl bereits zu Produktionskosten oder für weniger verkauften, erläuterte John Anton, Manager von IHS Steel Service, im Gespräch mit My Purchasing Center. Anton rechnet mit einem Anstieg der Stahlpreise.

Weiterlesen: Stahlpreis Prognose 2015

Die Eisenerzpreise, die in diesem Jahr bereits um 49 Prozent sanken, sollten 2015 auf 85-90 Dollar pro Tonne steigen, prognostiziert Vale-Chef Murilo Ferreira. Hintergrund seien anstehende Schließungen ineffizienter Minen, die zu hohen Kosten Eisenerz geringer Qualität förderten, sagte Ferreira in Rio de Janeiro.