16.02.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 16. Februar 2017

Warmbandpreis in Westeuropa auf Rekordhoch
Der Stahlpreis für Warmband steigt in Deutschland, Frankreich und Benelux auf den höchsten Stand seit vier Jahren. 570 Euro pro Tonne kostete Warmband per 13. Februar 2017, meldet Steel Benchmarker. Damit wird das Mehrjahreshoch von Ende Januar bei 568 Euro noch einmal leicht übertroffen. Vor genau einem Jahr hatte der Stahlpreis noch bei 322 Euro gelegen. Seitdem ist er um 77% gestiegen.

Metallpreise: Nickel mit steilem Anstieg
Neben dem steilen Anstieg des Kupferpreises über 6.000 US-Dollar je Tonne ist der Nickelpreis nach oben geklettert. Das in Baustählen und Edelstahl eingesetzte Legierungselement verteuerte sich in den vergangenen vier Wochen von 9.874 US-Dollar auf 10.874 Dollar (+10,13%). Schrotthändler zahlen aktuell für Nickel mit einem Reinheitsgrad von 60-99% im Mittel 3,38 Euro je Kilogramm nach 2,72 Euro/kg Ende Januar. Die Verteuerung von Nickel geht laut Agenturmeldungen auf Minenschließungen auf den Philippinen zurück.

EU-Parlament lockert Daumenschrauben für Stahlproduzenten
Das EU-Parlament hat eine Verschärfung des Handels mit CO2-Emissionszertifikaten verworfen. Die Entscheidung ist im Sinne der Stahlproduzenten. Entsprechend zufrieden zeigt sich der europäische Stahlverband Eurofer. Das könne aber erst der Anfang sein. "Es seien noch stärkere Anstrengungen in den kommenden Monaten erforderlich, um den EU-Emissionshandel lebensfähig zu machen, sagt Eurofer-Generaldirektor Axel Eggert.

Kräftiges Wachstum auf EU-Automarkt
Die europäische Automobilindustrie ist mit einem starken Verkaufsmonat in das neue Jahr gestartet. Die Neuzulassungen in der EU lagen im Januar bei 1,17 Millionen Pkw. Das war ein Plus von 10,2% gegenüber dem Vorjahresmonat. In Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien gab es durchweg zweistellige Zuwachsraten. In Großbritannien lief es wegen dem Brexit und dem weichen Pfund nicht so gut. Hier erhöhten sich die Neuzulassungen nur um 2,9%.