24.09.15

Stahlpreise und Stahlkonjunktur im September

An der Londoner Metallbörse (LME) setzt der Stahlpreis seinen Anstieg auf 115 Dollar (103 Euro) je Tonne fort. Der LME-Stahlkontrakt für in drei Monaten geliefertes Halbzeug aus Stahl (Steel Billet) klettert auf 130 Dollar. Derweil sinkt der Stahlpreis für warm gewalzten Stahl am Terminmarkt in Chicago um 5 Dollar auf 445 Dollar.

In Deutschland haben die Stahlpreise für warm gewalzten Stahl nachgegeben, berichtet die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Stahlkäufer rechneten mit einem weiteren Rückgang. Die Stahlpreise für kalt gewalzten Stahl sinken bisher nicht. Dies liege an der guten Verfassung der Autoindustrie.

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Der aktuelle Geschäftsklimaindex zeigt ein gemischtes Bild für die Stahlkonjunkur in Deutschland. Auf der einen Seite wollen die Unternehmen ihre Produktion erhöhen. Ferner steigt der Teil-Index für das Bauhauptgewerbe zum ersten Mal Januar 2014 wieder ins positive Terrain. Auf der anderen Seite hat sich das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe aber erneut eingetrübt, teilt das Ifo-Institut mit.

In Italien hat sich die Lage auf dem Stahlmarkt über den Sommer verschlechtert. Sowohl auf der Käuferseite als auch auf der Verkäuferseite gebe es ein Gefühl der Unsicherheit, berichtet MEPS. Daran ändere auch die allmählich einsetzende Erholung der italienischen Gesamtwirtschaft nichts.

Die Lage auf den französischen Stahlmarkt war im September bisher gedämpft. Bis zum Monatsende sei jedoch aufgrund der Auffüllung der Lager mit einer leichten Verbesserung zu rechnen. Stahlverkäufer rechnen insgesamt damit, dass ihre Auftragsbücher in etwa so gefüllt sind wie in den Vormonaten.