01.06.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 1. Juni 2018

Stahlpreise klaffen extrem auseinander
Jetzt ist der US-Stahlmarkt abgeriegelt. Die Trump-Regierung verhängt pauschale Strafzölle auf die Einfuhr von Stahlprodukten in Höhe von 25%. Der Stahlpreis für in den USA gefertigtes und ausgeliefertes Warmband klettert über die 1.000 US-Dollar-Marke.

Der börsengehandelte Warmband-Kontrakt steigt binnen einer Woche von 875 Dollar auf 920 Dollar je Short Tonne (907,185 kg). Damit liegt der Stahlpreis pro Tonne (1.000 kg) bei 1.014 Dollar. Zum aktuellen Euro-Wechselkurs von 1,17 Dollar ergibt sich ein Stahlpreis von 867 Euro. Warmband ist in den USA um sage und schreibe 300 Euro teurer als in Europa.

Reaktionen auf die US-Strafzölle
"Die Stahlindustrie in Deutschland verurteilt diesen Schritt. "Nach dieser Entscheidung ist es jetzt wichtig, die Stahlunternehmen zumindest vor umgelenkten Handelsströmen zu schützen. Mit dem Zoll wird der Zugang zum wichtigen US-Markt für Stahlunternehmen aus Deutschland und der EU deutlich erschwert", erklärt die Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Die deutschen Bundesregierung meint, die Zölle seien rechtswidrig. Wirtschaftsminister Peter Altmaier geht noch einen Schritt weiter, in dem er sagt, die USA würden sich ins eigene Fleisch schneiden. Damit spielt er auf das Produzierende Gewerbe der USA an, um das es laut dem Ökonom Hans-Werner Sinn ohnehin nicht zum Besten bestellt ist.

Wegen hohen Stahlpreisen kommen auf Unternehmen wie General Motos nun zusätzliche Belastungen zu. Deswegen sollten die US-Industriebetriebe im hart umkämpften Weltmarkt weiter zurückfallen.