26.10.18

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 26. Oktober 2018

Die Stahlpreise für warmgewalzten Stahl aus europäischen Hochöfen sind in der laufenden Woche gesunken. "Die Käufer haben genügend Material auf Lager und warten ab, bis der Preistrend klarer wird, bevor sie weitere Bestellungen aufgeben, zitiert Fastmarkets einen Vertreter aus der nordeuropäischen Stahlbranche. Entscheidend ist, zu welchen Verkaufspreisen die Stahlproduzenten künftig die Automobilindustrie beliefern. Wenn diese Lieferverträge abgeschlossen sind, dürfte sich ein Trend bei den Stahlpreisen etablieren.

Aus dem Verarbeitende Gewerbe nehmen derweil negative Wasserstandsmeldungen zu. Das Geschäftsklima in dem für die Stahlindustrie so wichtigen Sektor ist im Oktober "deutlich gesunken", meldet das ifo-Institut. "In der Industrie ist die Abkühlung ja schon seit einiger Zeit zu beobachten", erklärt der Experte Phil Smith von IHS Markit mit Blick auf die Einkaufsmanager-Daten für Oktober. "Bemerkenswert sind vor allem die Auftragseinbußen in der Industrie, nachdem es hier fast vier Jahre lang ununterbrochen Zuwächse gegeben hat."

Für die Stahlproduzenten war es zuletzt ein aussichtsloses Unterfangen die Stahlpreise zu erhöhen. Dass dürfte auch damit zusammenhängen, dass die Industriefirmen Margenprobleme bekommen. Ihre Einkaufskosten legten wegen der Verteuerung von Öl und den daraus resultierenden gestiegenen Kraftstoff- und Transportkosten abermals stark zu, berichtet IHS Markit. Sie sind aber nicht imstande die höheren Input-Kosten wettzumachen, weil sich die Verkaufspreise lediglich mit der niedrigsten Rate seit August 2017 erhöhten.