06.10.16

Stahlpreise und Stahlmarkt: Donnerstag, 6. Oktober 2016

Metallmärkte mit Abschlägen
An der Londoner Metallbörse (LME) notiert der Stahlschrottkontrakt aktuell mit 208 US-Dollar je Tonne 9 Dollar niedriger als Ende September. Der Betonstahlkontrakt liegt bei 369 Dollar (-5 Dollar). US-Warmband verliert 4 Dollar auf 495 Dollar je Short Tonne (907,185 kg), während der Eisenerzpreis seit dem Beginn des 4. Quartals von 56,10 Dollar auf 54,50 Dollar sank. Wegen einer chinesischen Feiertagswoche tritt der Betontstahlkontrakt in Shanghai bei 2.264 Yuan (303 Euro) auf der Stelle. Der LME-Kupferpreis sinkt um 40 Dollar auf 4.778 Dollar.

Industriekonjunktur legt zu
Die deutsche Industrie hat im August mehr neue Aufträge an Land gezogen als erwartet. Der Auftragseingang erhöhte sich um 1,0% gegenüber dem Vormonat, teilt das Statistische Bundesamt mit. Klammert man die Großaufträge aus, gab es ein Plus von 1,6%. Dies ist ein Indiz dafür, dass die vielen Mittelständler im Verarbeitenden Gewerbe gut im Geschäft sind. Positiv hervorzuheben ist das überdurchschnittliche Auftragsplus bei Bestellungen aus dem Inland (+2,6%) sowie die gestiegene Nachfrage nach Investitionsgütern.

BDI sieht Wachstum bei knapp 2%, fordert Investitionsturbo
Der Bundesverband der Deutschen Industrie schraubt seine Wachstumsprognose nach oben. Für das laufende Jahr rechnet man mit einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,9% (bisher: 1,7%). "Zusätzliche Arbeitsplätze und kräftige Lohnzuwächse sorgen dafür, dass das Konsumklima in Deutschland exzellent bleibt" sagt BDI-Chef Ulrich Grillo laut einer dpa-AFX-Meldung auf auf dem "Tag der Deutschen Industrie". Nun brauche man einen Investitionsturbo, sagt Grillo an die Adresse der Bundesregierung.