08.09.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Freitag, 6. September 2017

Industriekonjunktur aktuell
Produktion und Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe haben sich im Juli schlechter entwickelt als erwartet. Unternehmen zogen 0,7% weniger Aufträge an Land als im Juni. Der industrielle Ausstoß stagnierte, teilt das Statistische Bundesamt mit. Das Expansionstempo dürfte mit Blick auf die Auftragseingänge geringer ausfallen als in der ersten Jahreshälfte, kommentiert das Bundeswirtschaftsministerium.

Deutschland: Noch mehr Wachstum 2018 und 2019
Die deutsche Wirtschaft wird im laufenden Jahr ein Wachstum von 1,9% erreichen, prognostiziert das Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Für 2018 rechnen die Konjunkturforscher mit einem Plus von 2,1%, für 2019 von 2,0%. "Der Aufschwung im Euro-Raum ist überraschend kräftig und wird sich wohl fortsetzen, davon profitiert auch die deutsche Wirtschaft", sagt RWI-Konjunkturchef Roland Döhrn. Die für die Stahlbranche wichtigen Investitionen werden aller Voraussicht nach "nennenswerte Beiträge zum Wachstum liefern".

Euro-Konjunktur brummt
Der Konjunkturverlauf in der Eurozone wird sich gemäß einer Expertenbefragung des Forschungsinstituts Sentix im September weiter beschleunigen. "Die Breite des Aufschwungs stimmt. Die August-Verunsicherung, hervorgerufen durch die Auto-Krise in Deutschland und schwache US-Werte, hat die Euroland-Konjunktur nicht beeinträchtigt", kommentiert sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.