03.11.14

Weltstahlindex sinkt auf 672 Dollar pro Tonne (1.000 kg)

Der Weltstahlindex ist zum fünften Mal in Folge gesunken. Hatte der Stahlpreis für Lang- und Flacherzeugnisse im Mai 2014 noch bei 720 Dollar pro Tonne (1.000 kg) gelegen, waren es im Oktober 2014 nur noch 672 Dollar. Die Schwächephase wird von schlechten Vorgaben aus Asien untermauert.


Neben den tiefen Eisenerzpreisen dürfte einen großen Anteil an dem sinkenden Weltstahlindex, der die durchschnittlichen Transaktionspreise für Europa, Nordamerika und Asien abbildet, die Konjunkturschwäche Japans und Chinas haben.

Die japanische Notenbank öffnete in der letzten Woche noch weiter die Geldschleusen, um das fade Wachstum anzuschieben. In China habe die nachlassende Konjunktur die Überkapazitäten der dortigen Stahlindustrie verschärft, berichtet die Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Rückenwind dürfte der Weltstahlindex aus Nordamerika bekommen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe der USA kletterte sehr viel stärker als erwartet. Der Index stieg von 56,6 Punkten im September auf 59,0 Zähler im Oktober.

Für Europa ergibt sich ein gemischtes Bild. So werde in Deutschland die Kapazitätsauslastung der Hüttenwerke in diesem Jahr bei einer Rohstahlproduktion von 43 Millionen Tonnen von 83 Prozent auf 86 Prozent steigen, prognostiziert der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff.

Die Erholung in Europa vollziehe sich ausgehend von einem niedrigen Niveau. Sie komme zudem gerade in größeren Märkten wie in Frankreich und Italien, auf die zusammen 25 Prozent des europäischen Marktvolumens entfallen, kaum voran, erklärt Kerkhoff.