10.01.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Dienstag, 10. Januar 2017

BDI zeichnet solides Konjunkturbild für 2017
Nach einem Wachstum von knapp 2% in 2016 werde die deutsche Wirtschaft um 1,5% in 2017 zulegen, prognostiziert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Ferner rechnet der Industrieverband damit, dass die Unternehmen im Lichte eines Exportwachstums von 2-3% eine halbe Million neuer Stellen schaffen. Der Ausblick wird wegen Unsicherheiten und Konfliktherden unter Vorbehalt gestellt. "Was wir für gegeben halten, kann schnell in Gefahr geraten", warnt BDI-Präsident Dieter Kempf.

Industrieproduktion steigt auf beiden Seiten des Rheins
Die Ausbringungen der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe erhöhten sich im November um 0,4% gegenüber dem Vormonat. "In der Industrie und im Baugewerbe hat sich die Produktion nach einem schwachen Sommerhalbjahr spürbar belebt. Sowohl die Auftragseingänge in Industrie und Bauhauptgewerbe als auch die Stimmungsindikatoren in diesen Wirtschaftsbereichen versprechen ein solides Produktionswachstum im Winterhalbjahr", kommentiert das Bundeswirtschaftsministerium.

In Frankreich erhöhte sich die Industrieproduktion überraschend stark um 2,2%. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 0,5% gerechnet. Französische Konjunkturdaten hellen sich seit zwei Monaten spürbar auf. Die Stahlkonjunktur profitiert. So lag die französische Rohstahlproduktion im November bei 1,32 Millionen Tonnen. Das war ein Plus von 11,8% gegenüber dem Vorjahresmonat.

Sprudelnde Exporte dank weichem Euro
Eine Rekordmarke bei den deutschen Exporten rundet den Reigen an guten Konjunkturdaten ab. Mit Waren im Wert von 108,5 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen im November so viel exportiert wie noch nie zuvor. "Es macht sich Erleichterung breit. Der schwache Euro kurbelt vor allem das US-Geschäft an", kommentierte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Gleichzeitig hätten sich China und die Ölförderländer gefangen.