12.04.17

Stahlpreise und Stahlmarkt: Mittwoch, 12. April 2017

Stahlpreise am Wendepunkt
"Die Stahlpreise haben sich nach ihrer jüngsten Rallye stabilisiert, während Sorgen, dass die globale Stahlproduktion die Nachfrage übersteigt, zunehmen", heißt es in einem aktuellen Bericht zur Lage auf dem Stahlmarkt auf metal.com. China erhöhte seinen Stahlausstoß in den ersten beiden Monaten des Jahres gemäß Daten von Worldsteel um 5,8%. Indien, das so viel Stahl produziert wie Japan, steigerte die Rohstahlproduktion um 12,1%.

Thyssenkrupp kommt nicht zur Ruhe
"Wir haben uns die Unterlagen genau angeschaut und festgestellt, dass dort eine Einsparsumme in Höhe von 15 Prozent der Personalkosten steht. Wenn sie 27.000 Beschäftigte nehmen, sind folglich 4.050 Stellen betroffen", zitiert die Rheinische Post Günter Back, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von Thyssenkrupp Steel. Laut den Eckdaten eines letzten Freitag vorgestellten Sparpaketes sollen hingegen nur 300 Stellen im Grobblech-Bereich wegfallen.

Metallbörse schmeißt Knüppelkontrakt raus
Die Londoner Metallbörse (LME) beendet den Handel mit den Knüppelkontrakt (Steel Billet). Wegen des Erfolgs der vor anderthalb Jahren aufgelegten Kontrakte für Stahlschrott und Betonstahl, die anders als der Knüppelkontrakt nicht mit physischem Stahl unterlegt sind, werde der Knüppelkontrakt mit sofortiger Wirkung eingestellt, heißt es auf der LME-Webseite.

Der von den europäischen Stahlproduzenten stiefmütterlich behandelte Knüppelkontrakt notierte an der LME seit Juni 2016 bei 300 US-Dollar (283 Euro). Der Stahlschrottkontrakt liegt aktuell bei 276 Dollar (260 Dollar) nach 286 Dollar (267 Euro) am Ende des 1. Quartal. Der Kontrakt für Betonstahl der Güte B500C sank in den letzten zwei Wochen von 436 Dollar (408 Euro) auf 432 Dollar (408 Euro).