18.09.17

Aktuelle Stahlpreise pro Tonne (1.000 kg) - Westeuropa/USA

Der Stahlpreis für Warmband steigt in Westeuropa auf den höchsten Stand seit fünf Monaten. In Deutschland, Frankreich und Benelux kostet der 5 Millimeter dicke und 1200-1500 Millimeter breite Flachstahl 538 Euro je Tonne (Stand: 11.09.2017), wie aus einer aktuellen Preisliste von Steel Benchmarker hervorgeht.

Seit Ende Juni 2017 bewegt sich die Stahlpreisentwicklung aufwärts. Damals war Warmband mit 487 Euro so günstig wie seit einem halben Jahr nicht. Inzwischen müssen die Stahlverarbeiter im Schnitt 11% mehr auf den Tisch legen. Der jüngste Anstieg um 21 Euro war einer der kräftigsten des im 2-Wochen-Rhythmus ermittelten mittleren Stahlpreises. Überraschend kam er allerdings nicht.

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"Der Preisdruck intensivierte sich im August. So beschleunigte sich der Anstieg der Einkaufspreise wegen der Verteuerung von Rohstoffen und Lieferengpässen erstmals seit sechs Monaten wieder und fiel höher aus als im Juni und Juli", berichtet die Beratungsgesellschaft IHS Markit bezugnehmend auf ihren für die Eurozone auf einem 6-Jahreshoch liegenden Einkaufsmanagerindex (PMI).


Die in Deutschland ansässige Stahlproduzenten haben im Juli 2017 ihre Produktion warmgewalzter Flacherzeugnisse verringert. Unternehmen wie ArcelorMittal und Thyssenkrupp erzeugten 1,98 Millionen Tonnen. Das waren 5,9% weniger als im Juli 2016. Bei Langerzeugnissen hat man hingegen die Produktion um 10,5% ausgeweitet, zeigen Zahlen der Wirtschaftsvereinigung Stahl.

In den USA klettert der Warmbandpreis von 694 US-Dollar auf 702 Dollar je Tonne. Bei dem von Steel Benchmarker herangezogenen EUR/USD-Wechselkurs von 1,20 ergibt sich ein US-Stahlpreis von 585 Euro je Tonne. Das sind 47 Euro mehr als in Europa. Im Juni 2016 war US-Warmband noch um 106 Euro teurer als europäisches. In China kletterte der Warmbandpreis um 26 Dollar auf 551 Dollar (459 Euro).