29.01.18

Steigende Stahlpreise für Februar 2018 erwartet

Die Stahlpreise für Flach- und Langstahl haben sich in der EU im Januar erhöht. Stahlproduzenten haben die Verkaufspreise wegen hoher Rohstoffkosten angehoben, berichtet MEPS. Ein von der Metallberatungsgesellschaft ermittelte EU-Stahlpreisindex dürfte daher zu Jahresbeginn auf den höchsten Stand seit April 2011 gestiegen sein.

Aufgrund von Lieferschwierigkeiten und verminderter Warmband-Stahlprodukion des italienischen Produzenten Ilva sei mit höheren Stahlpreisen zu rechnen, meldet Metalbulletin. Der Stahlinformationsdienst hat seine Preiseinschätzung für südeuropäisches Warmband per 24. Januar 2018 um 5-10 Euro auf 530-545 Euro angehoben.

EU-Flachstahlproduzenten dürften höhere Preisvorstellungen aufgrund längerer Lieferzeiten und der Knappheit von Importstahl durchsetzen, prognostiziert MEPS. Auch die Stahlpreise für Langstähle werden im Februar voraussichtlich steigen. Mit dem Beginn des Sommers müsse man dann aber bei Flach- und Langstählen mit sinkenden Stahlpreisen rechnen, weil
  1. sich der Kostendruck der Stahlproduzenten mindert.
  2. das Stahlangebot die Nachfrage übersteigt. Das bestärkt jene, die seit Jahren darauf hinweisen, dass es beim Abbau der europäischen Überkapazitäten kaum Fortschritte gibt.