2012

24.12.12

Stahlpreis sinkt auf €208 und €486 (Warmwalz)

Aktuelle Stahlpreise pro Tonne:

- US-Warmbreitband: 642 USD / 486 Euro
- LME Stahlpreis: 275 USD / 208 Euro
- Edelstahlpreisentwicklung: 2.920 USD / 2.212 Euro

Die Stahlpreisentwicklung befindet sich kurz vor dem Jahresende auf dem absteigenden Ast. Der Stahlpreis für warm gewalzten US-Stahl fällt auf 642 USD. Der Haushaltsstreit in den Vereinigten Staaten geht in die Verlängerung. Die Wahrscheinlichkeit für einen Sprung von der fiskalischen Klippe sei größer als 50 Prozent, twittert der Chef des weltgrößten Anleihefonds PIMCO, Bill Gross (alias Bond King).

Dass sich Demokraten und Republikaner nicht einigen können bzw. wollen, ist auch zu einem gewissen Teil an der Stahlpreisentwicklung für Steel Billets ablesbar. Die an der Londoner Metallbörse gehandelten Stahlknüppel werden aus Angst vor einer US-Rezession bei 275 US-Dollar bzw. 208 Euro gehandelt. Das ist der niedrigste Stand seit knapp vier Jahren.

Die Edelstahlpreisentwicklung scheint ebenfalls Deckung zu gehen. Der Edelstahlpreis sinkt im Dezember auf 2.920 USD (2.212 Euro) nach 2.959 USD (2.276 Euro) im Vormonat. Der von der englischen Metallberatungsgesellschaft MEPS ermittelte Edelstahlpreis war von September bis November von 2.860 USD auf 2.959 USD (+3,46 Prozent) geklettert.

Wenn sich die US-Politiker nicht einigen, treten zum Jahreswechsel Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar. Dadurch würde die Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte in eine Rezession schlittern, prophezeit das parteilose Haushaltsbüro des amerikanischen Kongresses.

Ein Schrumpfen der weltgrößten Volkswirtschaft würde auch der sich gerade langsam erholenden Stahlkonjunktur einen Dämpfer geben.

17.12.12

Stahlpreis warm gewalzter Stahl steigt auf €480

Der Stahlpreis in der Europäischen Union (EU) für Warmwalzprodukte klettert auf 480 Euro pro Tonne. In den wichtigen EU-Stahlländern sei die Stahlpreisentwicklung in den letzten zwei Wochen um 10 bis 20 Euro pro Tonne gestiegen, berichtet das Online-Portal steelguru.com. Eine Angebotsverknappung der Hüttenbetreiber sowie die Aufwertung des Euros haben dazu beigetragen.

Italiens Stahlkonzern ILVA kündigte die Schließung eines Werkes mit 11.500 Mitarbeitern im süditalienischen Taranto an. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, weil Umweltauflagen offenbar nicht erfüllt wurden. Die Region soll mit Dioxin verpestet worden sein, hunderte Menschen starben. Die Stilllegung der Hütte in Taranto zieht weitere Werkschließungen in Italien nach sich, die bisher den Stahl aus Taranto weiterverarbeitet haben.

Zu dem Anstieg der Stahlpreise tragen neben der Angebotsverknappung auf dem italienischen Stahlmarkt die deutsche Stahlkocher bei. Sie versuchen in der Autoindustrie Stahlpreiserhöhungen von 15 Euro bis 20 Euro pro Tonne für das erste Quartal 2013 durchsetzen.

Die Stahlpreisentwicklung an der Londoner Metallbörse (LME) zeigt sich von den anziehenden Stahlpreisen auf dem Kontinent wenig beeindruckt. Die im Gegensatz zu Warmwalzstahl qualitativ minderwertigen LME Steel Billets notieren aktuell auf 290 Dollar pro Tonne. Das sind zehn Dollar weniger als in der Vorwoche.

Warm gewalzter Stahl in der EU wird nach Ansicht von Rohstoffexperten auch durch die Aufwertung des Euros zum US-Dollar teurer. Die Gemeinschaftswährung kletterte von 1,29 USD am vergangenen Montag auf 1,32 USD.

Chinesische und indische Stahlkocher haben kürzlich ihre Stahlpreise zwischen 5 Euro und 10 Euro angehoben. Der Anstieg des Euros verwässert jedoch die Margen der ausländischen Hüttenbetreiber, weshalb weitere Erhöhungen erforderlich werden könnten.

08.12.12

Stahlpreisentwicklung steigt auf 504 Euro/Tonne

Die Stahlpreisentwicklung ist auf Erholungskurs. US-Warmbreitband klettert auf 650 Dollar. Das ist der höchste Stand seit August. Im November kostete warm gewalzter US-Stahl 618 Dollar. Rechnet man die Stahlpreise pro Tonne zu den jeweils gültigen Wechselkursen um, ergibt sich ein Anstieg von 483 auf 504 Euro (+4,35 Prozent).

Amerikas Stahlpreise für Warmbreitband befinden sich seit einigen Wochen in einer Seitwärtsphase zwischen 640 und 660 Dollar, berichtet das Rohstoffinformationsportal platts.com. Für kalt gewalzten Stahl liege die Spanne zwischen 760 und 780 Dollar. Der Großteil der Käufe sei bereits getätigt worden, zitiert platts.com einen Händler im Süden der USA. Allerdings rechnet er nicht mit einem Rückgang der Stahlpreise. Vielmehr dürften die Stahlpreise auf dem gegenwärtigen Niveau für eine Weile ausharren.

ThyssenKrupp

Von großer Bedeutung dürfte die Stahlpreisentwicklung 2013 für die ThyssenKrupp Aktie werden. Aktuell notieren die Anteilsscheine des Essener Stahlkochers bei 16,19 Euro. Am Ende des letzten Jahres waren es noch 17,73 Euro. Das Papier liegt mit knapp neun Prozent im Minus. Der deutsche Aktienindex Dax kletterte im selben Zeitraum von 5.898 auf 7.518 Punkte (+27,47 Prozent).

Zocker steigen schon jetzt ein, weil das Papier äußerst preiswert daher kommt. Allerdings sind erhebliche Abwärtsrisiken vorhanden. Analysten rechnen mit einem Gewinneinbruch von 85 Prozent, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Darüber hinaus wird Deutschlands größter Stahlkocher mit großer Wahrscheinlichkeit die Dividende streichen. Anfang 2012 zahlte das Unternehmen noch 0,45 Euro pro Anteilschein an die Eigentümer.

Am meisten leidet der Aktienkurs unter den Fehlinvestitionen in den USA und Brasilien. Dort hat man 12 Milliarden Euro in defizitäre Stahl- und Walzwerke investiert. Hinzu kommen Luxus-Reisen und Kartellverfahren. Wenn Aufsichtsratschef Gerhard Cromme in den kommenden Wochen das Großreinemachen gelingen sollte und Europas Stahlkonjunktur allmählich beginnt anzuziehen, besäße die ThyssenKrupp Aktie viel Erholungspotential.

02.12.12

So sind die Prognosen zur Stahlpreisentwicklung 2013

An der Londoner Metallbörse (LME) fällt der Stahlpreis auf 290 Dollar pro Tonne. Damit befindet sich Stahlpreisentwicklung für die an der LME gehandelten Steel Billets auf einem Vierjahrestief. Anders sieht es bei warm gewalzten Stahl aus. Amerikanisches Warmbreitband klettert auf 650 Dollar pro Tonne nach 618 Dollar im Vormonat.

Europas Konjunktur braucht Zeit, um wieder anzuspringen. „Wir haben die Krise noch nicht überwunden. Die Erholung in weiten Teilen des Euroraums wird sicher in der zweiten Jahreshälfte 2013 beginnen“, erklärte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, am Freitag im Gespräch mit dem französischen Radiosender Europe 1.

Draghis Prognose treffen in der Regel ins Schwarze. Schon vor Monaten sprach der Italiener von einem Rückgang der Inflationsrate. Er sollte Recht behalten. In Deutschland lag die jährliche Teuerung im November bei 1,9 Prozent, wie die Vorabschätzung des Statistischen Bundesamtes zeigt. Die Inflationsrate im Euroraum sank zur Überraschung vieler Ökonomen von 2,5 auf 2,2 Prozent.

Bei einem Fussfassen der europäischen Konjunktur hätte in erster Linie der LME Stahlpreis großes Aufwärtspotential. Als die Wirtschaft im Sommer 2011 noch am wachsen war, kletterte die Stahlpreisentwicklung auf 690 Dollar pro Tonne. Der aktuelle Stahlpreis liegt 58 Prozent darunter.

Der Stahlpreis für Warmbreitband hat deutlich weniger Aufwärtspotential. Zwischen September 2011 und Dezember 2012 fiel der Stahlpreis pro Tonne für warm gewalzten US-Stahl von 800 auf 650 Dollar. Für 2013 rechne man mit Stahlpreisen von 600 Dollar, sagte die Analystin Timna Tanners von der Bank of America Merrill Lynch im Oktober auf einer Stahl-Jahreskonferenz in Rosemont im US-Bundestaat Illinois.

12.11.12

LME Stahlpreis erholt sich von 300 auf 315 USD

Die Preise für Betonstahl sind dabei einen Boden zu bilden. Darauf deutet die jüngste Stahlpreisentwicklung an der Londoner Metallbörse (LME) hin. Der LME Stahlpreis pro Tonne klettert auf 315 Dollar. Das sind 15 Dollar mehr als beim Dreieinhalbjahrestief der Vorwoche. Von einer besseren Stimmung in Bezug auf die Stahlkonjunktur spricht derweil der Betonstahlweltverband IREPAS.

„Die Nachfrage nach Rohstoffen war zuletzt gesund vor dem Hintergrund, dass Hüttenbetreiber versuchten die Lagerbestände vor dem Einbruch der kalten Jahreszeit in der nördlichen Hemisphäre zu erhöhen und den damit verbundenen potentiellen Preiserhöhungen“, schreibt IREPAS im Rahmen eines kurzfristigen Marktausblicks für November.

Ob sich der Stahlpreis in den kommenden Wochen tatsächlich aus der seit über einem Jahr andauernden Talfahrt befreien kann, bleibt angesichts der trüben Wachstumsaussichten für Europa sehr ungewiss. Im August 2011 kletterte die Stahlpreisentwicklung im Hoch auf 690 Dollar. Derzeit sind in London gehandelte Steel Billets für weniger als die Hälfte zu haben.

Die Eurozone muss auf einen Wirtschaftsaufschwung bis mindestens zum Jahr 2014 warten. Im laufenden Jahr soll die Wirtschaft um 0,4 Prozent schrumpfen, für das nächste Jahr erwartet die EU-Kommission ein Plus von 0,1 Prozent aus. Für 2014 sagt man 1,4 Prozent Wachstum vorher.

In den zurückliegenden zwei Wochen fiel der Eurokurs von 1,30 auf 1,27 US-Dollar. Dies hatte zur Folge, dass der LME Stahlpreis in Euro nicht so stark fiel wie sein Pendant in US-Dollar. Am Kassamarkt kosten Steel Billets derzeit 248 Euro und sind beinahe genauso teuer wie Mitte Oktober. Damals kletterte die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich über 1,31 USD, wodurch Stahl für Euro-Europäer wechselkursbedingt günstiger wurde.

06.11.12

Stahlpreis durch weichen € vor steilem Anstieg

Aktuelle Stahlpreise pro Tonne:
- US-Warmbreitband 483 Euro / 618 Dollar
- LME Steel Billets 246 Euro / 315 Dollar
- Stahlaltschrott 222 Euro

Am Devisenmarkt fällt der Wechselkurs des Euro auf ein Zweimonatstief bei 1,2763 US-Dollar. Dies könnte zu einer Stabilisierung der europäischen Stahlpreise im Schrottsegment beitragen. Die Lagerverkaufspreise für Stahlaltschrott beliefen sich im Oktober im bundesweiten Durchschnitt auf 222 Euro pro Tonne, wie die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) mitteilt.

Die Talfahrt der Stahlpreisentwicklung für Altschrott, die zu Jahresbeginn 2011 bei 355 Euro begann, könnte demnächst ein Ende finden. Mit der zunehmenden Euroschwäche und Dollarstärke ist eine Verringerung der US-Stahlimporte zu erwarten. Europäische Produzenten haben Anlass ihren Bedarf verstärkt im Euroraum zu decken.

Dies würde sich neben den Altschrottpreisen auch in denen an der Londoner Metallbörse (LME) gehandelten Steel Billets (Stahlknüppel) widerspiegeln. Der LME Stahlpreis pro Tonne fiel zuletzt auf 315 Dollar bzw. 246 Euro. Die Londoner Stahlpreisentwicklung war Ende Oktober auf ein Dreieinhalbjahrestief bei 310 Dollar gesunken und befindet sich seitdem in einem leichten Erholungsmodus.

Im Bereich von Warmbreitbandstahl zeichnet sich für deutsche Hüttenbetreiber einer Stabilisierung ab. „Wir erwarten, dass sich die Stahlkonjunktur 2013 moderat aufhellen wird, sagte gestern Hans-Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. In diesem Zusammenhang verweist Kerkhoff auf die im internationalen Vergleich hohe Auslastung deutscher Stahlkocher sowie niedrige Lagerbestände der Kundschaft.

Voraussetzung für eine besser laufende Stahlkonjunktur sei eine Eindämmung der Euro-Staatsschuldenkrise, meint die Wirtschaftsvereinigung. Bisher lässt sich nicht abschätzen ob eine weitere Zuspitzungs-Episode der Schuldenkrise kommen wird. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit ihrer Bereitschaft notfalls unbegrenzt Staatsanleihen klammer Euroländer zu kaufen, die Lage sehr stark beruhigt.

Nun ist es an den Regierungschef die Verzahnung der Währungsunion voranzutreiben. Entscheidend in diesem Zusammenhang ist die Einführung einer Haftungsgemeinschaft in Form von Eurobonds sowie die Übertragung von Haushaltsrechten nach Brüssel. Wenn Deutschland zu ersterem und Frankreich zu letzterem nicht bereit sind, könnte aus der Schuldenkrise eine Dauerkrise werden.

01.11.12

Stahlpreisentwicklung steigt auf $618 nach $592

Am Rohstoffmarkt ziehen die Stahlpreise etwas an. Die Stahlpreisentwicklung für amerikanischen Warmbreitband klettert auf 618 Dollar. Mitte Oktober lag der Stahlpreis pro Tonne noch bei 592 Dollar. Rechnet man zu den tagesgültigen Wechselkursen der Gemeinschaftswährung um, ergibt sich ein Anstieg von 455 auf 475 Euro (+4,4 Prozent).

Die in erster Linie für Hoch- und Tiefbauzwecke eingesetzten Steel Billets kosten gegenwärtig an der Londoner Metallbörse (LME) 340 Dollar pro Tonne. Das sind zwar 30 Dollar mehr als am 23. Oktober, als der LME Stahlpreis auf ein Dreijahrestief bei 310 Dollar sank. Allerdings notiert die Londoner Stahlpreisentwicklung aktuell um mehr als die Hälfte unter dem Hoch vom August 2011 bei 690 Dollar.

Anders sieht es bei US-Stahlpreis für Warmbreitband aus, der 26 Prozent unter dem Jahreshoch von 2011 bei 800 Dollar liegt. Die sehr unterschiedliche Stahlpreisentwicklung für Warmbreitband und Steel Billets spiegelt die Wachstumskluft zwischen Europa und den USA wider. In Ländern wie Spanien und Irland gibt es nach den stattgefundenen Baubooms nur eine sehr geringe Nachfrage nach Baustahl.

Wachstum

In Großbritannien, Frankreich und Italien liegt die Konjunktur ebenfalls am Boden. Wenn in Deutschland derzeit nicht so viel gebaut werden würde, stünde der LME Stahlpreis wahrscheinlich schon unter 300 Dollar. Die Wirtschaftsleistung der Eurozone wird dieses Jahr voraussichtlich um 0,2 Prozent schrumpfen. Nächstes Jahr will der angeschlagene Währungsverbund ein Plus von 0,4 Prozent schaffen.

Anders sieht es in den USA aus. Ökonomen erwarten für 2012 und 2013 Wachstumsraten von zwei Prozent. Der gebeutelte Häusermarkt kommt allmählich wieder in Gang. Dies könnte zusammen mit einer zaghaften Erholung im Euroraum der LME Stahlpreisentwicklung im Jahr 2013 Rückenwind geben.

24.10.12

Stahlpreisentwicklung bleibt im Abwärtstaumel

Die Stahlpreisentwicklung hat offenbar das Schlimmste noch nicht überstanden. An der Londoner Metallbörse (LME) fällt der Stahlpreis auf ein Dreijahrestief bei 310 Dollar pro Tonne. Das in Chicago gehandelte Warmbreitband sinkt auf 590 Dollar. Bei dem gegenwärtigen Euro Wechselkurs von 1,29 USD ergibt sich ein Stahlpreis pro Tonne von 457 Euro.

Posco, der viertgrößte Stahlproduzent der Welt, korrigierte bereits zum dritten Mal in diesem Jahr seine Umsatzzahlen herunter. Der südkoreanische Hüttenbetreiber muss wegen schwacher Nachfrage und fallenden Stahlpreisen den Ausblick senken. Analysten warten nun mit Spannung auf die Zahlen von Branchenprimus ArcelorMittal und Deutschlands größter Stahlkocher ThyssenKrupp.

Schwachen Konjunkturdaten tragen dazu bei, dass die Stahlpreisentwicklung in den Seilen hängt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel vom September von 101,4 im Oktober auf 100 Punkte. Damit hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zum sechsten Mal in Folge eingetrübt. Die Umfrage unter 7.000 Unternehmen zeigt, dass sich die Wolken am deutschen Konjunkturhimmel verdunkelten, schreibt Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Für die Stahlkonjunktur ist in erster Linie die Lage im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bauhauptgewerbe wichtig. Die Geschäftslage hat sich deutlich verschlechtert, stellt das Ifo Institut mit Bezug auf die Industrie fest. Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex weiter gesunken. „Die Unzufriedenheit der Firmen mit ihrer aktuellen Lage hat erneut zugenommen“, berichtet Sinn.

Der LME Stahlpreis hat sich in den zurückliegenden 16 Monaten mehr als halbiert. Im August 2011 notierten die in London gehandelten Stahlknüppel noch bei 690 Dollar. Warmbreitbandstahl am Kassamarkt liegt mit derzeit 590 Dollar um 210 Dollar bzw. 26 Prozent niedriger als im September 2011.

18.10.12

Stahlpreis Entwicklung hat’s bei €260 schwer

An der Londoner Metallbörse (LME) befindet sich die Stahlpreisentwicklung bei 340 Dollar pro Tonne. Bei einem gegenwärtigen Eurokurs von 1,31 USD ergibt sich ein Stahlpreis von 260 Euro. Das sind 216 Euro weniger als vor einem Jahr. Neben den an der LME gehandelten Steel Billets zeigen auch die Stahlpreise für amerikanisches Warmbreitband nach unten.

Bedingt durch die konjunkturelle Abschwächung und die Schuldenkrise sank Warmbreitband zwischen Anfang September 2011 und Mitte Oktober 2012 von 800 auf 592 Dollar pro Tonne (-26 Prozent). In Europa fiel der Durchschnittspreis für warm gewalzten Stahl von 660 auf 555 Euro (-15,9 Prozent).

„Demzufolge wird die globale Nachfrage nach Walzstahlerzeugnissen 2012 um 2,1 Prozent (1,41 Milliarden Tonnen) und 2013 um 3,2 Prozent (1,455 Milliarden Tonnen) zulegen. Im April waren noch Zuwächse von 3,6 Prozent (2012) und 4,5 Prozent (2013) erwartet worden. 2011 war der Weltstahlmarkt um 6,2 Prozent gewachsen, zitiert die Wirtschaftsvereinigung Stahl den Konjunkturausblick des Weltstahlverbandes.

Um sich ein Gesamtbild über die Stahlkonjunktur zu machen, ziehen Analysten den von der Metallberatungsgesellschaft MEPS berechneten globalen Stahlpreisindex zu Rate. Der Index, der nordamerikanische, europäische und asiatische Transaktionspreise für Breitband umfasst, sank zwischen Mai 2011 und September 2012 von 912 auf 736 Dollar (-19,3 Prozent).

Schrottpreise

Bei der Schrottpreisentwicklung ging es in den zurückliegenden 16 Monaten von 332 auf 297 Euro (-10,5 Prozent) bergab. Dies zeigt der vom europäischen Stahlverband Eurofer herausgegebener Abrissstahlindex, der die Durchschnittspreise für Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien abbildet.

Die Abwärtsdynamik der Schrottpreise könnte sich fortsetzen. Experten verweisen in diesem Zusammenhang auf den Wechselkurs. Als der Eurokurs im Sommer bei 1,21 Dollar notierte, haben Schrotthändler davon abgesehen aus dem Dollarraum zu importieren, wodurch die EU-Schrottpreise einigermaßen stabil blieben. Dieser Trend könnte sich nun umkehren, weil die Gemeinschaftswährung derzeit 1,31 Dollar wert ist.

05.09.12

Stahlpreisentwicklung 2012 stürzt von $693 auf $536

Die internationale Stahlpreisentwicklung 2012 ist auf einer Talfahrt. Chinas Stahlpreisen kommt als weltweit größten Produzenten der Eisenlegierung eine Schlüsselrolle zu. Warm gewalzter Stahl aus dem Reich der Mitte verbilligte sich zwischen Januar und September von 693 auf 536 Dollar je Tonne. Ausgedrückt in der Verrechnungseinheit Euro ergibt sich ein Rückgang von 537 auf 425 Euro (-21 Prozent).

Nicht so stark fiel die weltweite Stahlpreisentwicklung. Der von der renommierten Metallberatungsgesellschaft MEPS berechnete Stahlpreisindex sank in den zurückliegenden neuen Monaten von 787 auf 730 Dollar (-7,24 Prozent). MEPS nimmt eine Berechnung der Stahlpreisentwicklung über die niedrigsten Transaktionspreise für die Verkaufsregionen EU, Nordamerika und Asien in Verbindung mit einer Durchschnittsbildung vor.

Die Stahlkonjunktur Europas leidet in erster Linie unter den Anpassungsrezession in Italien und Spanien. Zwar gibt es unter den Hüttenbetreibern auch aufgrund von Überkapazitäten einen harten Wettbewerb. Allerdings ist der Verdängunswettbewerb, den China forciert, um eigenes schärfer. Dort lässt man die Stahlwerke laufen, als ob China weiter mit knapp zehn Prozent wachsen würde.

Tatsächlich peilt Peking für dieses Jahr eine Wachstumsrate von 7,5 Prozent an. Die oftmals staatlich gelenkten Stahlkocher fahren dennoch nicht die Produktion herunter. Die täglich erschmolzene Rohstahlmenge lag im August mit 1,97 Millionen Tonnen um 1,1 Prozent höher als im Juli. Hinter den ungedrosselten Produktion stecken politische- und wirtschaftliche Interesse.

Peking will die Entlassung von Arbeitskräften im Bergbau und dem Verarbeitenden Gewerbe verhindern, damit keine sozialen Protestbewegungen aufflammen können. Gleichzeitig möchten die Stahlkocher ihre internationalen Marktanteile über einen massiven Preiskampf erhöhen.

„Zwischen internationalen- und indischen Stahlpreisen gibt es immer eine Verzögerung“, erklärt ein Analyst eines indischen Stahlbrokers gegenüber dem Nachrichtenportal dnaindia.com. „Allerdings müssen die Unternehmen ihre Stahlpreise an die internationale Stahlpreisentwicklung anpassen. Wenn sie dies nicht tun, würde der Markt mit billigem Importstahl geflutet werden.“

Indische Hüttenbetreiber werden nun damit beginnen die Stahlpreise zu senken, berichtet dnaindia.com. Die Stahlpreisentwicklung für Indiens warm gewalzten Stahl fiel zwischen Januar und September 2012 von 635 auf 558 Dollar pro Tonne (-12,13 Prozent).

17.02.12

Stahlpreis aktuell / Stahlpreisentwicklung 2012

Der Stahlpreis steht aktuell bei 475 Dollar an der Londoner Metallbörse (LME). Rechnet man die Stahlpreisentwicklung in die Verrechnungseinheit Euro um, kostet die Tonne 360 Euro. Chinesische Unternehmen hätten ihre Vorratskäufe abgeschlossen. Dadurch fehle der Eisenlegierung eine wichtige Nachfragekomponente, sagen Rohstoffanalysten.

Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen wie Kupfer und Erdöl, kommt die Stahlpreisentwicklung 2012 nicht auf die Beine. In den letzten zwei Monaten fällt der Stahlpreis von 434 auf 360 Euro je Tonne (-17,05 Prozent). Das Nordseeöl Brent kletterte im gleichen Zeitraum von 103,40 auf 120,50 Dollar je Fass (+16,54 Prozent). Der Kupferpreis in Euro stieg von 5.545 auf 6.267 Euro (+13,02 Prozent).

Hamsterkäufe

Unternehmen aus China hätten bereits umfangreich Stahl gekauft und die Lager deutlich stärker aufgestockt als erforderlich, erläutert der Analyst Gavin Wendt von den australischen Bergbauberatungsgesellschaft Mine Life. Bei diesen Hamsterkäufen handele es sich um typische Kaufmuster von Firmen aus dem Reich der Mitte. China ist der mit Abstand größte Stahlproduzent und Konsument der Welt.

Die Stahlpreisentwicklung 2012 ist seit einem halben Jahr in einem Abwärtstrend eingeklemmt. So fiel der Stahlpreis von 476 auf 355 Euro (-25,42 Prozent) zwischen dem 26. August 2011 und dem 15. Februar 2012. Aktuell geht es zwar ein wenig nach oben. Allerdings läuft die Stahlkonjunktur noch nicht rund und zeigt, dass beim Weltwirtschaftswachstum noch Sand im Getriebe ist.

So korrigierte die Weltbank ihre Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum 2012 von 3,6 auf 2,5 Prozent nach unten. Für das Jahr 2013 erwarten die Volkswirte der Washingtoner Institution mit einer Erhöhung des Weltsozialproduktes von 3,1 Prozent. Ohne die brummende Konjunktur in den Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien sähe es noch düsterer aus. Europa und Japan bringen keine Wachstum zustande.

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