28.04.16

Stahlpreise und Stahlmarkt im April 2016 - Roundup 7

Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich überraschend deutlich aufgehellt. Der Index kletterte von 103,0 Punkten im März auf 103,9 Zähler im April, teilte die EU-Kommission mit. Auch der Teilindikator für die Industrie stieg, allerdings fiel die Zunahme vergleichsweise schwach aus. Der wirtschaftliche Aufschwung wird vor allem vom Konsum getragen, was zu einer erheblichen Verbesserung des Geschäftsklimas der Dienstleister führt.

Die Euroländer seien durch die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in die Lage versetzt worden, "mehr deutsche Exporte zu kaufen", sagt EZB-Chef Mario Draghi der "Bild"-Zeitung. Dadurch könnte die deutschen Unternehmen einen Teil des abnehmenden Handels mit China wettmachen, erläutert der Italiener. Er fordert seiner in Deutschland oft als Billiggeld verspotteten Geldpolitik Zeit zu geben, ihre Wirkung zu entfalten.

Deutschlands Exporte werden im laufenden Jahr gemäß dem Außenhandelsverband BGA voraussichtlich um 4,5% auf 1,25 Billionen Euro steigen. Euphorie ist dennoch fehl am Platz. "Der globale Wachstumspfad kommt zwar nicht zum Erliegen, jedoch wird er empfindlich abgebremst", sagt BGA-Präsident Anton Börner. Wegen der mangelnden Bereitschaft einiger großer EU-Länder dringend nötige Strukturreformen auf den Weg zu bringen, gebe es Unsicherheiten.

Die US-Wirtschaft enttäuscht: Im ersten Vierteljahr lag die Wachstumsrate gegenüber dem Vorquartal lediglich bei 0,13%, wie das Handelsministerium laut einer ersten Schätzung mitteilte. Im Schlussquartal 2015 kam die weltgrößte Wirtschaft auf 0,35%. Dies war bereits unterdurchschnittlich, bedenkt man, dass die US-Wirtschaft unter normalen Bedingungen jedes Quartal ein Wachstum von 0,5-0,6% haben sollte (Potentialwachstum).